Am Wochenende gab es einen Artikel über den FSK im “Neues Deutschland”: “Frei, kritisch und unabhängig – Seit über 15 Jahren bereichert das Freie Sender Kombinat die Hamburger Medienlandschaft”
“Wer den Sender betritt, ist gleich mittendrin. Essen, quatschen, rauchen, Sendungen vorbereiten, all das findet im kleinen Eingangsbereich und zwischen zwei abgewetzten Sofaecken statt.” Genau. Und das ist der Eingangsbereich und eine der zwei abgewetzten Sofaecken.
1. Stunde
The Helmholtz Resonators – Toast Is On Fire
Robbie Montgomery – Crazy In Love
Cocteau Twins – Heaven Or Las Vegas (Star Slinger Rework)
DJ Shadow – Scale It Back (Jeremy Sole Remix)
Connan Mockasin – Faking Jazz Together
Cornershop feat. Bubbley Kaur – Double Decker Eyelashes (Western Orange Gentlemen’s Version)
La Boum Fatale – AAA
Nicolas Jaar feat. Scout LaRue and Will Epstein – And I Say
James Pants – Darlin’
Poolside – Harvest Moon
Robert Palmer – Stella
2. Stunde
Flipbook – Brassfruits
The Voluntary Butler Scheme – Tabasco Sole
Lantern – Where Are We Now
Deichkind – Ich und Mein Computer
Hookworms – Teen Dreams
Radiohead – The Daily Mail
Zion Train – Rainbow Children
Kill It Kid – Burts Its Banks (22.01., Molotow)
Elfred And The Uber Peas – The Dreamer
Dingus Khan – Knifey Spoony
Chemical Brothers – The Golden Path
3. Stunde
Vanilla Ice vs. Foster The People – Pumped Up Baby
The Helmholtz Resonators – Isobar
Thee Faction – Ready?
Boy Division – Message In A Bottle (HGichT Remix)
Cover-Mixtape von Boy Andi (Boy Division)
U.S. Maple – The Wanderer (Original von Dion)
Bastro and Codeine – A L’ombre De Nous (Original von Francis Lai, Pierre Barouh)
Beck – Everybody’s Gotta Learn Sometimes (Original von The Korgis)
Künnecke & Smukal – Death Is The Easy Way (Original von My Morning Jacket)
Teddy and Darrel – These Boots Are Made For Walking (Original von Lee Hazelwood)
Lars Bang Larsen – Aus dem Leben eines Umzugskartons
Alan Metzger – Faling Down
Janis Joplin – Little Girl Blues
Eine Information zur Sendung am Donnerstag möchte ich gerne noch nachliefern. Worum ging es genau bei der Splitsingle von United Sons of Toil und Lars Bang Larsen, die ich gespielt habe? Auf der Bandcampseite von United Sons of Toil gibt die Erklärung dazu und da könnt ihr sie auch kaufen oder downloaden:
Mimetic Contagion
A political prisoner feeds his own self-importance by viewing all those who oppose, disagree, or shun his cause as devils. He views his imprisonment and mistreatment as a sort of martyrdom and himself as a glorious folk hero who is strong enough to be punished for his convictions. Dying for the cause becomes more important than pushing it forward. And yet doubts linger…
Conspiracy of Conscience
A prison guard who struggles with his misgivings about the things he’s asked to do by his government. He vacillates between buying into what he’s been taught and what his own moral compass tells him. In the end, he opts to ignore his doubts because, after all, he needs a job in order to feed his family.
1. Stunde
The Helmholtz Resonators – Toast Is On Fire
The Plebs – Babe I’m Gonna Leave You
Quantic and His Combo Barbaro – Mas Pan (DJ Day Remix)
Little Barrie – Tip It Over
The Brute Chrous – Birdman
Billie Holiday – I Wished On The Moon
DJ Shadow feat. Little Dragon – Scale It Black
Ifan Dafydd – No Good
David Bowie – Golden Years (Jeremy Sole KCRW Remix)
Screaming Jay Hawkins – I Put A Spell On You (Jeremy Sole’s Zombie Stomp RMX)
Nick Cave and the Bad Seeds – Fifteen Feet Of Pure White Snow
The Specials – Ghosttown
Lee “Scratch” Perry Vs Digital Mystikz – Like The Way You Should (Mala Remix)
2. Stunde
The Caretaker – Libet’s Delay
Soumaya Baalbaki – Ashanak Ya Amar
Fred Wesley & the New J.B.`s – Breakin’ Bread
Tycho – Hours
The Clash – Revolution Rock
The Cure – A Forest
The Cure – The Caterpillar
Crystal Castles featuring Robert Smith – Not In Love
The Helmholtz Resonators – Isobar
SBTRKT – Hold On
Cornershop – Concrete Concrete
3. Stunde
Casa del Mirto feat. Cornershop – Snap Yr Cookies
Vad Vacker – Soothing Remedy
Fai Baba – Run Run Run
The Fades – Meccano – Kajtek Remix
Powell – The Ongoing Significance Of Steel And Flesh
Bodi Bill – What
Boy Division – Message In A Bottle (Rick McPhail Remix)
Lars Bang Larsen – Conspiracy Of Conscience
The United Sons Of Toil – Mimetic Contagion
Scott Walker – Jackie
The Fall – Taking Off
Ganz heißer Toast-Tipp: Gringo Records ist ein DIY-Label (Do It Yourself) aus Nottingham. Fast 15 Jahre gibt es das Label und komischerweise hab ich noch nie von ihnen gehört, was schade ist. Vor einigen Wochen haben sie einen Sampler rausgebracht, den sie über Bandcamp gegen eine Mail-Adresse kostenlos anbieten und der ist richtig, richtig toll. Die Bands sind noch nicht ganz so bekannt, Part Chimp ist wohl die Band, die man am ehesten kennen könnte. Hookworms dagegen hört man jetzt öfters im Radio und vor einigen Wochen wurden sie sogar im Guardian als “New Band Of The Day” gefeatured. Also eine super Sache dieser Sampler!
Von den Helmholtz Resonators gibt es jetzt auch ein Video zu ihrer neuen Single “Isobar”. Gemacht hat es der englische Filmemacher Lee Isserow. Schaut mal auf seine Webseite, da gibt es viel zu entdecken: www.leeisserow.com
Eine kleine Sensation für alle Cats In Paris-Fans (so wie mich): Die Band hat bisher unveröffentlichte Songs bei Soundcloud hochgeladen. Eigentlich gibt es die Band nicht mehr, aber da sie vor der Trennung schon mit der Arbeit an dem neuen Album angefangen haben, vermute ich einfach mal, dass es sich um dieses Material handelt. Ich weiß es nicht, ob dieses Lebenszeichen eventuell bedeuten könnte, dass die Band wieder zusammen kommt, aber es ist auf jeden Fall aufregend, neue Songs hören zu können!
Thee Faction, unsere liebste sozialistische Band, haben ein neues Video gemacht. Verantwortlich dafür ist Perrine Nouvier, eine französische Filmemacherin. Mehr über sie könnt ihr in dem Blog von Thee Faction erfahren: http://theefaction.wordpress.com/2011/12/22/are-you-ready-for-the-revolution Der Song heißt “Ready” und ist von ihrem exzellenten Album “Up The Workers”. Und da wir Weihnachten haben, gibt es davon ein Exemplar zu gewinnen! Der erste Kommentar hier unter diesem Eintrag gewinnt! Achtet auf eine gültige Mail-Adresse, damit ich mit euch Kontakt aufnehmen kann.
Grabsteingrau und schlicht gehalten kommt dieses Buch daher: „Never Get Old? – Interviews mit Musikern über das Älterwerden“. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang die Intention des Buches falsch verstanden habe, ich dachte, es würde um das Alter von Musikern gehen und war sehr verwundert über die vielen Interviews mit Musikern um die 30, wie zum Beispiel Animal Collective. Aber es geht hier um den Prozess des Älterwerdens und hätte dieses Buch ein Vorwort gehabt, wäre mir dieser entscheidende Unterschied sicherlich aufgefallen. Nicht nur deswegen rate ich dazu, erst das Nachwort zu lesen, in dem sich die beiden Autoren über den Herstellungsprozess unterhalten. Die beiden Autoren sind Jörn Morisse, Lektor und Übersetzer und Oliver Koch, ehemaliger Tomte-Bassist und Herausgeber des OPAK-Magazins (die witzigerweise das gleiche WordPress-Theme benutzen wie Toast On Fire). Die Interviews wurden per Mail, Telefon oder persönlich geführt, Interviewpartner waren Vashti Bunyan, Wino (The Obsessed, St. Vitus), Edwyn Collins, Melissa Auf der Maur (Hole, Smashing Punpkins), Larry Parypa (The Sonics), Jon King (Gang Of Four), Kim Wilde, Genesis Breyer P-Orridge (Throbbing Gristle, Psychic TV), DJ Tanith, Conor Oberst (Bright Eyes), Gloria Gaynor, Jaki Liebezeit (Can), Grant Hart (Hüsker Dü), Ian Mitchell (Bay City Rollers), Animal Collective, Justine Frischmann (Elastica), Marian Gold (Alphaville), Anvil, Tom Rapp (Pearls Before Swine), Poly Styrene (X-Ray Spex), Jason Molina (Songs: Ohia, Magnolia Electric Co.). Die Auswahlkriterien beschreibt der Verlag auf der Webseite so: “Jörn Morisse und Oliver Koch fragen Künstler, die in ihrer Jugend einmal berühmt waren, gar einen internationalen Hit landeten und sich irgendwann aus dem Musikgeschäft zurückgezogen haben. Ebenso Menschen, die bis ins Alter als aktive Musiker leben, und Menschen, die vielleicht nicht mehr ganz jung und auch noch nicht alt sind, aber gerade mittendrin stecken.”
Die Interviews sind kompetent geführt. Das eine oder andere Mal hätte ich mir etwas mehr Neutralität gewünscht, so ist das Vorführen von Ian Mitchell von den Bay City Rollers absolut überflüssig. Das Interview von Poly Styrene macht traurig. Sie war zum Zeitpunkt des Interviews schon im Krankenhaus und ist fünf Wochen später gestorben. Es war nicht ihr einziges Interview vom Krankenbett aus, da sie zu dieser Zeit ihr neues Album promotet hat. Was muss das für eine Qual für sie gewesen sein! Bei einigen Interviews, zum Beispiel bei Kim Wilde, erkennt man die jahrzehntelange Erfahrung mit der Presse, aber einige Interviews überraschen doch sehr. Wer hätte gedacht, dass Marian Gold von Alphaville Humor besitzt? Und sehr verblüffend fand ich die Info, dass Larry Parypa von den Sonics bei der Bandgründung erst 13 Jahre alt war. Viele Interviews sind erstaunlich, sogar lehrreich, wenn man an Musikgeschichte interessiert ist. Es sind berührende Interviews dabei und einiges macht auch nachdenklich und zeigt wieder einmal, ein Musikerleben ist kein Zuckerschlecken.
Erschienen ist dieses Buch bei der Edel AG, einem großen Konzern im Musik- und Unterhaltungsbereich. Ich kannte bislang nur Edel Records, aber es gibt u.a. auch eine Buchsparte mit einer Abteilung für Popkultur. Wenn man ein bisschen auf der Webseite stöbert und schaut, was dort bislang erschienen ist, dann wird auf den ersten Blick klar, wie der Verlag auf die Idee gekommen ist, ein Buch zum Thema Älterwerden herauszubringen. Es gibt Bücher über Pink Floyd, Abba und die Rolling Stones, Biografien über Steven Tyler, Bruce Springsteen und, äh, Gunter Gabriel (gibt es wirklich Menschen, die eine Gunther Gabriel-Biografie kaufen?). Auch ein Buch über den Rockpalast entdecke ich da, mir scheint, es wird hier überwiegend der ältere Rockmusikfan angesprochen. Und der sollte auch gut verdienen, denn diese Bücher sind nicht gerade günstig, auch „Never Get Old“ kostet als Paperback stolze 17,95 Euro. Der hohe Preis gibt selbstverständlich eine Toastscheibe Abzug, aber trotzdem ist dies ein empfehlenswertes Buch und geht auch gut als Weihnachtsgeschenk durch.
Ich kann mich noch gut dran erinnern, wann ich das erste Mal die Fades gehört habe. Es war vor ungefähr fünf Jahren, es war ein Samstag, ein früher Nachmittag und ich hörte BBC Radio. Auf einmal purzelte eine Band in die laufende Sendung und mischte alles auf. Die rissen Witze, erzählten Geschichten und brachten die Studiowände zum wackeln, als sie anfingen zu spielen. Nicht nur der Moderator war hingerissen, ich auch. Und da die Fades an einem neuen Album arbeiten, wollte ich mehr wissen und habe ihnen einige Fragen geschickt. Dave, Sänger und Gitarrist, hat geantwortet.
Wie läuft es denn mit den Aufnahmen für das neue Album? Ich glaube, ihr seid schon beim mischen, oder?
Es läuft sehr gut. Wir nehmen uns diesmal wesentlich mehr Zeit als früher, aber das war von uns auch so geplant, wir wollen alles genau richtig machen. Dieses Album ist unser erstes “richtiges” Album, wir haben unser ganzes Material aufgenommen, produziert und gemixt in ein- und demselben Studio und mit den gleichen Toningenieuren. Zur Zeit sind wir am mischen, das kann schon mal der längste Teil einer Albumproduktion sein, aber das ist es auf jeden Fall wert.
Ich hab auf eurer Facebookseite gelesen, dass der Albumtitel “Ragnarök” sein wird. Ich hab dieses Wort noch nie gehört. Zuerst dachte ich, das ist eine Alienspezies aus den Doctor Who-Filmen, aber dann fand ich im Wörterbuch die Übersetzung “Götterdämmerung”. Das verstehe ich aber trotzdem nicht, was ist denn der Gedanke dahinter?
Ich habe gerade den Comic-Roman The Sandman von Neil Gaiman gelesen, als wir anfingen, Songs für das Album zu schreiben. Die Bücher beziehen sich viel auf Mythen und Volkskunde und ich war immer schon fasziniert von der Geschichte von Thor und der nordische Mythologie, Wikinger und so. Ich hab mir dann das alles noch mal genauer angeschaut und Ragnarök ist ein großer Kampf der Göttern, der letztendlich zum Ende der Welt führt, ein bisschen wie die Apokalypse, aber es gibt hier auch ein Moment der Wiedergeburt, es entsteht eine neue Welt. Und so dachte ich, das wäre geeignet als Titel für das neue Album. Sich neu bildend, ein Neustart nach dem Ende einer Ära. Und es hat auch das Wort “Rok” in sich
Ich liebe Doctor Who! Wie ist das mit dir, schaust du das auch? Wer ist dein Lieblings-Doctor?
James und ich sind auch Fans von Doctor Who, ich glaube, James sogar noch mehr als ich. Ich mag ganz besonders die neusten Episoden in der letzten Staffel, die Neil Gaiman geschrieben hat.
Es gab gerade eine weitere interessante Serie im BBC-Fernsehen, die heißt “The Fades”. Aber zu meinem größten Erstaunen ist das keine Serie über euch!
Erstaunlicherweise ist die Serie wirklich nicht über uns. Aber sie sollte es sein! Es könnte eine Doku-Soap sein, die sich um uns dreht, aber leider ist es das nicht.
Haben sie denn wenigstens Musik von euch für den Soundtrack benutzt?
Nein, nicht mal das. Aber sie sollten es machen, ich denke, einige Tracks würden sehr gut zu der Serie passen.
Die amerikanische Krimi-Serie “Life” benutzt allerdings einige Songs von den Fades in mehreren Folgen. Was ging dir denn da durch den Kopf, als du das gesehen hast?
Das ist immer total verblüffend, wenn du deine eigene Musik siehst oder hörst, wie sie im Fernsehen oder im Radio gespielt wird. Es ist auch was ganz besonderes, wenn man daran denkt, dass das vielleicht tausende Leute hören werden. Und besonders toll ist es, wenn es richtig gut in den jeweiligen Kontext des Films passt.
Nächstes Jahr feiert ihr euer 10jähriges Jubiläum. Wenn du zurückschaust, was waren denn die Highlights?
Wow! Das ist eine schwierige Frage. Wir haben soooooooooo viel gemacht! Die Reise zum Festival nach Tbilisi, die Konzerte in New York, die Touren nach Italien und Irland, die Tour zusammen mit Art Brut, das wir im Radio gespielt werden… Eines Tages werden wir unsere Biografie schreiben und alles ganz genau berichten (falls wir uns daran erinnern können).
Hat denn die USA-Trip letztes Jahr das Album irgendwie beeinflusst?
Der USA-Trip ist der HAUPTGRUND für das neue Album! Wie hatten eine tolle Zeit und sind dort super aufgenommen worden. Wir haben ein ganz neues Publikum gewinnen können, das uns und unsere Musik auch verstanden hat. Dadurch ist uns klar geworden, dass wir endlich ein “richtiges” Album machen müssen und so haben wir gleich ein Studio gebucht und so schnell wie möglich mit dem Schreiben angefangen, als wir wieder zurück waren und uns ein bißchen erholt haben.
Kann du uns etwas über das neue Album erzählen?
Das neue Album wird das erste Album der Fades sein, das ordentlich und komplett in einem Rutsch realisiert wurde. Wir sind sehr begeistert davon und haben für das Album unsere besten Songs bislang geschrieben. Es ist Rock, aber die Songs gehen schon sehr ins Ohr. Stell dir vor, es sind Nirvana, Queen Of The Stone Age, Faith No More, The Stooges, Future Of The Left and The Helmholtz Resonators alle in einem Raum und dazu eine Ladung Schnaps, die eine Woche reicht… das kommt der Sache schon ziemlich nahe!
Ich freu mich drauf, es zu hören! Was denkst du, wann wird es erscheinen?
Wir hoffen, dass wir es so ungefähr im April 2012 veröffentlichen können.
Die Frankfurter Hörschule ist was ganz Dolles. Und jetzt endlich kommt sie auch nach Hamburg, am 15. Dezember in die Zentrale/Nachtasyl.
Klaus Walter und Matthias Westerwelle, ihr kennt sie bestimmt von ByteFM, dem anderen schönen Radiosender in Hamburg neben dem FSK, halten eine zweistündige “Unterrichtsstunde” zu einem bestimmten musikalischen Thema ab. In Frankfurt ist die Hörschule eine regelmäßige Veranstaltung, da wurden bislang Themen wie zum Beispiel “Where has all the protest gone?”, “Jazz is the Teacher, Funk is the Preacher” oder “Lob der Fälschung” behandelt. In Hamburg heißt das Thema: “Sag´ mir wo der Protest ist oder: Politische Musik im Jahr der Riots”.
“Im zweistündigen Abendkurs behandeln Walter und Weller jeweils ein Thema. Im Stile einer Live-Radiosendung spielen sie Musik verschiedener Genres von Platten und CDs, erzählen dazu Geschichten und diskutieren mit dem Auditorium. Schauspieler lesen literarische Texte, dazu werden Videoclips zum Thema gezeigt. Manchmal gibt es auch ein Quiz. Gelegentlich treten Musiker live auf. Im Anschluss an das theoretische Unterrichtsprogramm gibt es weiteres thematisches Auflegen mit Walter und Weller – und der Unterricht wird praktisch: Es darf getanzt werden!” (Pressetext)
Ich habe auf meinem Schreibtisch eine rote Holzkiste stehen. Da bewahre ich meine Lieblings-CDs auf, damit ich die immer schön griffbereit habe. Und manchmal hol ich die EP von Know Skools raus und frage mich, was die wohl so machen. Ha, jetzt weiß ich es! Die machen Racquets! Im Mai 2011 wurde aus dem Projekt Know Skools die Band Racquets. Die Musik ist immer noch überwältigend bis großartig und ich bin genauso hingerissen und entzückt. Es gibt einen kostenlosen Download bei ihrem Plattenlabel Digital Kunstrasen und im Oktober ist ihre Platte “No Time For Beggars” rausgekommen. Und jetzt erfahren wir von Kövi, dem Drummer der Band, was seine erste Platte war!
Was war die erste Platte, die du dir selber von deinem eigenem Geld gekauft hast?
Erste eigene Platte… ich denke das war HIER von Selig. “Ist Es Wichtig”
kannte ich aus dem Radio. Als ich sie dann hatte, stellte sie meine bis dahin nur von Papas Dire Straits-Cassetten geprägten Hörgewohnheiten derb auf die Probe.
Das tolle an dem bluesigen Kram war, das ich als nicht Gitarrist dennoch mit
nem guten Gefühl mitgniedeln konnte… naja…
Gibt es eine Platte, von der du denkst, dass sie in jedem Haushalt
vorhanden sein sollte? Einen Kauftipp?
ist natürlich kompliziert… vielleicht sollte jeder MAKING MOVIES von Dire
Straits im Haus haben. Die funktioniert wohl in allen Lebenslagen… Party, Romanze, Putzen, die Eltern kommen zu Besuch…
Gleiches könnte ich aber auch über PURPURMOND von der Münchener Freiheit
behaupten…
Habt ihr auch schon mal über das Artwork der Helmholtz Resonators gestaunt und wolltet wissen, wer das gestaltet hat? Das kann ich euch sagen, das Artwork kommt von James Lightfoot. Für Toast On Fire-Leser/Hörer kein Unbekannter, spielt er doch auch in Bands mit, zum Beispiel in Me My Head, die wohl gerade auf Eis liegen und bei The Fades. Aber er ist auch Illustrator und hat gerade ein Kinderbuch gestaltet. “Little Elf – Big Trouble” heißt es und es ist schon das zweite Buch mit Squidge, dem kleinen Kobold.
Hier geht es zu seiner Webseite, mit Ausmalbogen, Sudoku, Kreuzworträtsel usw.: http://www.squidgeelf.com. Bei Twitter ist er auch und natürlich auch bei Facebook.
Ich bin mir sicher, wenn man diesen Track nur laut genug hört, dann wird irgendwas ganz fürchterlich wackeln, Wände, Menschen, der Kaffee vor mir auf dem Schreibtisch… jahaaa…
Bitte? Prince sogar ein Oberschwanzschwinger? Das steht jedenfalls in den Kommentaren zu einem Artikel, der am Freitag auf “Zeit Online” erschienen ist: “Wie Affen den Penis” – Rockmusiker präsentieren ihre Gitarren wie ein Phallussymbol. Warum eigentlich? Christian Jooß-Bernau erklärt die Vereinigung von Spieler- und Instrumentenkörper.
Ein interessanter Artikel und sogar lehrreich und das gilt durchaus auch für die Kommentare. Besonders wenn man kein Musiker ist und nicht viel über Gitarren weiß, ist es schon lustig zu hören, dass eine Fender Strat eine Bierbauchaussparung haben soll. Ob das stimmt? Na, aber auf jeden Fall ein lesenswerter Artikel!
Gestern ist das neue Album von Stranger Son (ehemals Stranger Son Of WB) (ich versteh nicht, warum sie diesen schönen Bandnamen aufgegeben haben) (aber naja…) erschienen, “Luna Marseille”, bei White Box Recordings, erhältlich als als CD und Download. “Luna Marseille” ist der Nachfolger von dem wunderbaren “Einsteins Getway” von 2009.
Recorded over the Winter of 2010/11, Luna Mars features Warp Records’ LoneLady on guitar and keyboard, members of the Manchester collective GNOD, and is Stranger Son’s most ambitious record yet, reflecting the tough restlessness of city life; hard, violent and fleetingly beautiful. (Pressetext)
Falls ihr jetzt am Donnerstag in Manchester abhängt, Stranger Son spielen im Gulliver’s in der Oldham Street. Geht da mal hin. Ansonsten könnt ihr bei Soundcloud einen Track als free download bekommen.
Ich glaube, der neue Song der Helmholtz Resonators ist ein Song übers Wetter. Aber sicher bin ich mir da nicht. Auf jeden Fall kommen Engel drin vor und das passt ja eindeutig in diese Jahreszeit. “Isobar” heißt der Song und ist ein ziemlicher Ohrwurm. Und einen Remix gibt es auch schon. Zu kaufen gibt es “Isobar” ab Mitte Dezember.
Eigentlich waren sie gar nicht weg, sie haben nur was anderes gemacht. Ein Label haben sie gegründet und mit anderen Projekten Musik gemacht. Aber jetzt ist eine neue Black Daniel-Single erschienen, letzte Woche wurde sie veröffentlicht.
Zu dem Song von Black Daniel gibt es einen Remix der Electro-House DJs von Medicine Eight. Und die sind nicht nur DJs, die spielen auch noch in einer Band. Ratet mal in welcher! Ja, in Black Daniel! Die Single erscheint bei Trashmouth Records und jetzt ratet da auch mal, wem das Label gehört. Ja, genau! Jetzt wissen wir, was Black Daniel in letzter Zeit so gemacht haben. Und ich glaube, sie haben sich auch noch schicke Sonnenbrillen gekauft.
Heute mache ich “Die Ganze Platte” beim FSK, von 13 bis 14 Uhr. Und es geht um das zweite Album von Eh!, “La Fase Del Sueño Intratable”, dem Projekt des Spaniers Elias Egido.
Gerade gestern ist mir erneut klar geworden, wie irrwitzig schnell sich das “Musikbusiness” verändert hat. Vor 16 Jahren hat Andy Craven-Griffiths zu Hause gesessen und sein erstes Album rauf- und runter gehört. Vor 16 Jahren haben wir alle unsere Lieblingsplatten rauf- und runtergehört. Und heute nehmen wir uns kaum noch Zeit, damit Platten zu Lieblingsplatten wachsen können. Gestern las ich einen Tweet von Shell Zenner, im Nebenberuf Radiomoderatorin aus Manchester, die verzweifelt klagte: “1016 tracks still to listen…”. Und bei dieser Fülle an Musik heißt das leider auch, dass selbst fantastische Debütalben nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Und da sind wir dann wieder bei Andy Craven-Griffiths. Andy ist Sänger bei der Band Middleman, die im April ihr fantastisches Debütalbum “Spinning Plates” veröffentlicht haben. Jetzt sind sie auf Deutschlandtour und spielen morgen am Dienstag im Hafenklang! Also nicht nur ein Plattentipp von Toast On Fire, sondern auch ein Konzerttipp! Aber vorher klären wir auf, was denn nun Andys erstes Album war:
Was war deine erste Platte, die du selber von deinem eigenem Geld gekauft hast?
Meine erste selbst gekaufte Platte, an die ich mich erinnern kann, war das Album „CrazySexyCool“ von TLC. Es war auf Kassette und ich hab es bei einer großen Supermarktkette hier in England gekauft, bei Asda. Ich war 11 und ich hatte dafür wochenlang mein Taschengeld gespart. Damals war ich schwer verknallt in alle drei von TLC: Lisa Lefteye Lopez, T-Box und Chilli. Ich hab sogar Bilder von ihnen aus Magazinen ausgeschnitten und mein ältester Bruder hat mich deswegen ausgelacht und mich aufgezogen und immer gesagt, dass ich verliebt bin. Ich hab fast jedes Wort von dem Album gekannt, ich wusste immer vorher, wenn ich während eines Songs die Kassette umdrehte, welcher Song auf der Rückseite war. Neulich hab ich einiges von dem Album wieder gehört und das hat mich zum Lachen gebracht. Irgendwie war es mir auch peinlich und ich hab mich ein bisschen gewundert, ich denke einige Songs wie „Red Light Special“ sind nicht wirklich für Elfjährige geeignet.
Middleman (v.l.n.r. Lee, Andy, Krish, Slurpy)
Wir hatten ja vor kurzem Plattenladenwoche, hast du einen Kauftipp für Toast On Fire-Leser, eine Platte, die super ist und jeder kaufen sollten?
Es gibt nicht viele Platten, die ich empfehlen könnte, die ich von Anfang bis Ende wirklich super finde. Das fällt mir recht schwer, da eine Platte auszusuchen. So ganz spontan fallen mir einige ein, die musikalisch toll sind und die für mich eine besondere Bedeutung haben:
“It’s a Wonderful Life” von Sparklehorse, diese Platte ist durchgehend schön, schmerzhaft schön, und hat brillante Lyrics. Als wir unsere BBC-Session in den Maida Vale-Studios eingespielt haben, hatten wir dieses Album im Van gehört, als wir von Leeds nach London gefahren sind. Die Sonne ging gerade auf, als „Apple Bed “ lief und auf einmal hat keiner mehr was gesagt, wir haben einfach nur noch gestaunt.
Arctic Monkeys “Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not”. Die ersten Demos von dieser Platte habe ich 2005 gehört, ich hab damals in Spanien gewohnt und bin mit ein paar Freunden und einer Frau, die später meine Freundin wurde, durch Spanien gereist. Und diese Platte war unser Soundtrack auf der Reise. Vom ersten Song an, den ich gehört hab, das war “Fake Tales of San Francisco”, war ich von den Lyrics hingerissen: His bird thinks he’s amazing though so all that’s left, is the truth that love’s not only blind but deaf. Für mich, da ich selber Texter und Lyriker bin, war das wie eine große, frische Brise, so einen Text zu hören. Der hat eine Bedeutung, der spielt clever mit Worten, der ist mit Rhythmus komponiert worden und der hat auch noch einen lokalem Einschlag. Und jeder, der the other one’s a scary one mit totalitarian reimt, bekommt von mir vollste Anerkennung.
Im Moment ist mein Lieblingsalbum “Whokill” von Tuneyards. Das solltet ihr euch kaufen, das ist großartig!
… unter anderem sagte das Pete Townshend von The Who in seinem Vortrag auf der Radio Academy, die zur Zeit in Manchester stattfindet. Pete Townshend hielt den Eröffnungsvortrag, genannt “John Peel Lecture”, der im weitesten Sinne John Peel zum Thema hatte. Den Vortrag könnt ihr im BBC iPlayer hören oder auf der Webseite des Guardians nachlesen. Einen Auszug des Vortrags gibt es auch auf YouTube.
Und was für ein Timing, gestern gab es auf Spiegel Online ein Interview mit Paul Baskerville, der ein großer Fan von The Who ist und oft der “deutsche John Peel” genannt wird:
Kennt ihr das? Man daddelt so in der Wohnung herum, hört nebenbei Radio und dann kommt plötzlich ein Song, der einen völlig umhaut. Man sucht sofort Zettel und Stift und hofft, dass der Radiomensch gleich ansagt, was da gelaufen ist. So ging es mir und zum Glück machte der Moderator alles richtig (kein Wunder, es war der Sohn von John Peel, Tom Ravenscroft). “Love Sikk” hieß der Song und es war der Titeltrack aus dem Debütalbum von Fai Baba.
Fai Baba ist 26 und kommt aus der Schweiz. Zu Fai Baba wurde er 2008 nach einer Indienreise. Ich vermute mal, dass seine Mutter ihn immer noch Fabian nennt… Das Ox-Fanzine beschreibt seine Musik als “schrulligen Psych-Folk”. Im Dezember 2010 erschien das Debütalbum “Love Sikk”. Zeitgleich fährt er nach New York und stellt dort eine Band zusammen. Das Resultat ist die aktuelle Single “Shine A Light”. Und weil ich davon so begeistert bin, eröffnet Fai Baba heute das neue Toast On Fire-Interviewfeature “Meine erste Platte” hier im Blog!
Was war deine erste, vom eigenem Geld gekaufte Platte?
Scorpions: “Crazy World”, Album auf Kassette
Ich war 7 Jahre alt
Hab sie heute noch
Ich mag die Platte heute noch …
Mein Vater hatte die Melodie von “Wind Of Change” gepfiffen und ich wurde besessen davon und wollte unbedingt das Original hören.
Gute Kindheitserinnerung
Wir haben zur Zeit die Plattenladenwoche, hast du eine Empfehlung für die Toast On Fire-Leser? Welche Platte sollen sie unbedingt kaufen?
Connan Mockasin: “Forever Dolphin Love”
Gibt es eine Platte, von der du denkst, dass sie in jedem Haushalt vorhanden sein sollte? Und warum?
Endless Boogie: “Focus Level”
Habe die Typen in NYC kennengelernt und div. Shows gesehen… sie bringen es fertig, 40 Minuten ein Jam zu spielen auf nur einem Ton… und es ist unglaublich geil! TODAYS VELVET UNDERGROUND-BOOGIE!
Auch mies drauf bei diesem ungemütlichen Wetter? Dieser Song macht mir gute Laune, vielleicht funktioniert es ja auch bei euch. “The Noose of Jah City” von King Krule. Er kommt aus London, ist 17 Jahre alt, heißt eigentlich Archy Marshall und hat schon unter dem Namen Zoo Kid Musik gemacht. Anfang November wird seine Debüt-EP bei True Panther erscheinen und dies ist ein Vorabhappen.
Stimmt, schon lange hier im Blog nichts mehr über ihm berichtet. Die Frage ist aber ganz einfach zu beantworten, unser Lieblings-DJ aus Texas macht immer noch feinste Remixe, wie diesen hier zum Beispiel:
Wer bei dieser Überschrift an unsere lustigen Banker mit den vollen Taschen gedacht hat, liegt falsch. Es geht hier auch nicht um Spammails. Es geht um Literatur! Ja, wirklich, Literatur! Skint & Demoralised, die Band um den Engländer Matt Abbott, haben sich was Hübsches für ihre neue Single ausgedacht. Zu jedem Download ihres Songs “Hogmanay Heroes” gibt es als Bonus eine Kurzgeschichte dazu!
Wenn ihr auf den folgenden Link klickt, könnt ihr euch, im Austausch gegen eine Mailadresse, den Song und die Kurzgeschichte runterladen, dazu gibt es auch noch die Lyrics und das Artwork. Ein super Schnappo ist das!
Seit gestern ist die Band in England auf Tour. Im Dezember sind auch einige Termine in Deutschland geplant, zur Zeit stehen Dresden und Berlin fest, vielleicht kommen noch einige Städte dazu.
Hitzewelle über Hamburg! Der Wetterbericht sagt tatsächlich zum ersten Oktoberwochenende einen Wärmerekord voraus. Da fallen Wörter wie “Sonne satt” und “Traumwochenende”. Na gut, dann packen wir die Spekulatius halt wieder ein. Viel wichtiger ist die Frage, was könnte der Soundtrack zu diesem Spätsommerwochenende sein? Mein Vorschlag ist TV Girl aus San Diego. Das Duo verbreitet eine herrliche sonnige Atmosphäre in ihren Popsongs, da sehe ich mich im Swimmingpool auf einem aufblasbaren Gummikrodkodil liegen und der Herr von kiezterror.de reicht mir ein Zitroneneis.
Die folgende EP ist zwar schon im Juli erschienen, gibt es aber auf ihrer Facebookseite als free Download. Dort kann man auch ihre aktuelle Single “Girls Like Me” hören.
Wie ihr sicherlich wisst, läuft seit heute das Hamburger Filmfest. Aber wisst ihr auch, dass es zum ersten Mal den Schwerpunkt “Musik” gibt? Da freut sich der Toast und hat auch gleich einen Tipp parat: “Sound It Out”, ein Film von Jeanie Finlay über einen Plattenladen in Stockton-On-Tees.
Hier ist die offizielle Filmbeschreibung: Es geht um mehr als nur um laute Töne. Jahrzehntelang boten unabhängige Plattenläden wie „Sound It Out Records“ in Stockton-On-Tees den Musikfans Orientierung und Lebenszweck. Bei Tom Butchard gibt’s noch immer alles, von ABBA bis Zappa, von Pop bis Dance. Er ist ein Musik-Weiser, der schrägste Scheiben kennt und beschaffen kann. Der Film setzt Butchard, seinem Laden und seinen Kunden ein Denkmal. Bald wird die digitale Musikrevolution auch diesen Vinyl-Dino die Existenz kosten.
… an den Drums, traten die Helmholtz Resonators im Juli im Cafe 1001 auf und wurden dabei gefilmt. Frithel ist der Neue, vielleicht erinnert ihr euch, Manrose Finesteride hat die Band vor kurzem verlassen und Frithel Stock-Stone kam als Ersatz. Gut macht er das!
Toast On Fire eine Radiosendung jeden Donnerstag (neu! Nicht mehr am Dienstag!) von 6 bis 9 Uhr morgens auf FSK, 93,0 MHz Antenne und 101,4 MHz Kabel oder im Live-Stream
Toast On Fire is a music blog and weekly radio show every Thursday morning on FSK, an independent and non-commercial radio station based in Hamburg. To translate the website with Google click here