Archive for the ‘Meine erste Platte’ Category

“Meine erste Platte” mit Racquets

Montag, Dezember 5th, 2011

Ich habe auf meinem Schreibtisch eine rote Holzkiste stehen. Da bewahre ich meine Lieblings-CDs auf, damit ich die immer schön griffbereit habe. Und manchmal hol ich die EP von Know Skools raus und frage mich, was die wohl so machen. Ha, jetzt weiß ich es! Die machen Racquets! Im Mai 2011 wurde aus dem Projekt Know Skools die Band Racquets. Die Musik ist immer noch überwältigend bis großartig und ich bin genauso hingerissen und entzückt. Es gibt einen kostenlosen Download bei ihrem Plattenlabel Digital Kunstrasen und im Oktober ist ihre Platte “No Time For Beggars” rausgekommen. Und jetzt erfahren wir von Kövi, dem Drummer der Band, was seine erste Platte war!

RACQUETS – HURT by koerecordings

Was war die erste Platte, die du dir selber von deinem eigenem Geld gekauft hast?
Erste eigene Platte… ich denke das war HIER von Selig. “Ist Es Wichtig”
kannte ich aus dem Radio. Als ich sie dann hatte, stellte sie meine bis dahin nur von Papas Dire Straits-Cassetten geprägten Hörgewohnheiten derb auf die Probe.
Das tolle an dem bluesigen Kram war, das ich als nicht Gitarrist dennoch mit
nem guten Gefühl mitgniedeln konnte… naja…

Gibt es eine Platte, von der du denkst, dass sie in jedem Haushalt
vorhanden sein sollte? Einen Kauftipp?

ist natürlich kompliziert… vielleicht sollte jeder MAKING MOVIES von Dire
Straits im Haus haben. Die funktioniert wohl in allen Lebenslagen… Party, Romanze, Putzen, die Eltern kommen zu Besuch…
Gleiches könnte ich aber auch über PURPURMOND von der Münchener Freiheit
behaupten…

Racquets
Racquets/Foto von Christian Hengst

Mehr Racquets:
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“Meine erste Platte” mit Middleman

Montag, November 7th, 2011

Gerade gestern ist mir erneut klar geworden, wie irrwitzig schnell sich das “Musikbusiness” verändert hat. Vor 16 Jahren hat Andy Craven-Griffiths zu Hause gesessen und sein erstes Album rauf- und runter gehört. Vor 16 Jahren haben wir alle unsere Lieblingsplatten rauf- und runtergehört. Und heute nehmen wir uns kaum noch Zeit, damit Platten zu Lieblingsplatten wachsen können. Gestern las ich einen Tweet von Shell Zenner, im Nebenberuf Radiomoderatorin aus Manchester, die verzweifelt klagte: “1016 tracks still to listen…”. Und bei dieser Fülle an Musik heißt das leider auch, dass selbst fantastische Debütalben nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Und da sind wir dann wieder bei Andy Craven-Griffiths. Andy ist Sänger bei der Band Middleman, die im April ihr fantastisches Debütalbum “Spinning Plates” veröffentlicht haben. Jetzt sind sie auf Deutschlandtour und spielen morgen am Dienstag im Hafenklang! Also nicht nur ein Plattentipp von Toast On Fire, sondern auch ein Konzerttipp! Aber vorher klären wir auf, was denn nun Andys erstes Album war:

(english version is here)


Was war deine erste Platte, die du selber von deinem eigenem Geld gekauft hast?

Meine erste selbst gekaufte Platte, an die ich mich erinnern kann, war das Album „CrazySexyCool“ von TLC. Es war auf Kassette und ich hab es bei einer großen Supermarktkette hier in England gekauft, bei Asda. Ich war 11 und ich hatte dafür wochenlang mein Taschengeld gespart. Damals war ich schwer verknallt in alle drei von TLC: Lisa Lefteye Lopez, T-Box und Chilli. Ich hab sogar Bilder von ihnen aus Magazinen ausgeschnitten und mein ältester Bruder hat mich deswegen ausgelacht und mich aufgezogen und immer gesagt, dass ich verliebt bin. Ich hab fast jedes Wort von dem Album gekannt, ich wusste immer vorher, wenn ich während eines Songs die Kassette umdrehte, welcher Song auf der Rückseite war. Neulich hab ich einiges von dem Album wieder gehört und das hat mich zum Lachen gebracht. Irgendwie war es mir auch peinlich und ich hab mich ein bisschen gewundert, ich denke einige Songs wie „Red Light Special“ sind nicht wirklich für Elfjährige geeignet.

MiddlemanMiddleman (v.l.n.r. Lee, Andy, Krish, Slurpy)

Wir hatten ja vor kurzem Plattenladenwoche, hast du einen Kauftipp für Toast On Fire-Leser, eine Platte, die super ist und jeder kaufen sollten?
Es gibt nicht viele Platten, die ich empfehlen könnte, die ich von Anfang bis Ende wirklich super finde. Das fällt mir recht schwer, da eine Platte auszusuchen. So ganz spontan fallen mir einige ein, die musikalisch toll sind und die für mich eine besondere Bedeutung haben:
“It’s a Wonderful Life” von Sparklehorse, diese Platte ist durchgehend schön, schmerzhaft schön, und hat brillante Lyrics. Als wir unsere BBC-Session in den Maida Vale-Studios eingespielt haben, hatten wir dieses Album im Van gehört, als wir von Leeds nach London gefahren sind. Die Sonne ging gerade auf, als „Apple Bed “ lief und auf einmal hat keiner mehr was gesagt, wir haben einfach nur noch gestaunt.
Arctic Monkeys “Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not”. Die ersten Demos von dieser Platte habe ich 2005 gehört, ich hab damals in Spanien gewohnt und bin mit ein paar Freunden und einer Frau, die später meine Freundin wurde, durch Spanien gereist. Und diese Platte war unser Soundtrack auf der Reise. Vom ersten Song an, den ich gehört hab, das war “Fake Tales of San Francisco”, war ich von den Lyrics hingerissen: His bird thinks he’s amazing though so all that’s left, is the truth that love’s not only blind but deaf. Für mich, da ich selber Texter und Lyriker bin, war das wie eine große, frische Brise, so einen Text zu hören. Der hat eine Bedeutung, der spielt clever mit Worten, der ist mit Rhythmus komponiert worden und der hat auch noch einen lokalem Einschlag. Und jeder, der the other one’s a scary one mit totalitarian reimt, bekommt von mir vollste Anerkennung.
Im Moment ist mein Lieblingsalbum “Whokill” von Tuneyards. Das solltet ihr euch kaufen, das ist großartig!

Mehr Middleman:
http://www.middlemanband.co.uk
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http://soundcloud.com/middlemanband
http://www.youtube.com/user/middlemanband
@middlemanband

“Meine erste Platte” mit Fai Baba

Samstag, Oktober 15th, 2011

Kennt ihr das? Man daddelt so in der Wohnung herum, hört nebenbei Radio und dann kommt plötzlich ein Song, der einen völlig umhaut. Man sucht sofort Zettel und Stift und hofft, dass der Radiomensch gleich ansagt, was da gelaufen ist. So ging es mir und zum Glück machte der Moderator alles richtig (kein Wunder, es war der Sohn von John Peel, Tom Ravenscroft). “Love Sikk” hieß der Song und es war der Titeltrack aus dem Debütalbum von Fai Baba.

Fai Baba ist 26 und kommt aus der Schweiz. Zu Fai Baba wurde er 2008 nach einer Indienreise. Ich vermute mal, dass seine Mutter ihn immer noch Fabian nennt… Das Ox-Fanzine beschreibt seine Musik als “schrulligen Psych-Folk”. Im Dezember 2010 erschien das Debütalbum “Love Sikk”. Zeitgleich fährt er nach New York und stellt dort eine Band zusammen. Das Resultat ist die aktuelle Single “Shine A Light”. Und weil ich davon so begeistert bin, eröffnet Fai Baba heute das neue Toast On Fire-Interviewfeature “Meine erste Platte” hier im Blog!

Fai Baba

Was war deine erste, vom eigenem Geld gekaufte Platte?
Scorpions: “Crazy World”, Album auf Kassette
Ich war 7 Jahre alt
Hab sie heute noch
Ich mag die Platte heute noch …
Mein Vater hatte die Melodie von “Wind Of Change” gepfiffen und ich wurde besessen davon und wollte unbedingt das Original hören.
Gute Kindheitserinnerung

Wir haben zur Zeit die Plattenladenwoche, hast du eine Empfehlung für die Toast On Fire-Leser? Welche Platte sollen sie unbedingt kaufen?
Connan Mockasin: “Forever Dolphin Love”

Gibt es eine Platte, von der du denkst, dass sie in jedem Haushalt vorhanden sein sollte? Und warum?
Endless Boogie: “Focus Level”
Habe die Typen in NYC kennengelernt und div. Shows gesehen… sie bringen es fertig, 40 Minuten ein Jam zu spielen auf nur einem Ton… und es ist unglaublich geil! TODAYS VELVET UNDERGROUND-BOOGIE!

Das hier ist die neue Single von Fai Baba:
Shine A Light 7″ Single by A Tree In A Field Records

Mehr Fai Baba:
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