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Interview mit Duncan von den Dutch Uncles

Dienstag, Juli 27th, 2010

Die Dutch Uncles kommen aus Manchester, aber es verbindet sie etwas mit Hamburg. Nicht nur, dass sie viel und gerne vom Toast gespielt werden, nein, da gibt es noch etwas anderes. Und das könnt ihr hier im Interview mit Duncan von den Dutch Uncles nachlesen.

You can read the full interview in English here

Hallo und vielen Dank, dass du meine Fragen beantwortest. Könntest du bitte zuerst sagen, wer du bist und wo du dich gerade aufhältst?
Mein Name ist Duncan und ich bin der Sänger von den Dutch Uncles. Ich bin gerade zu Hause und liege im Bett.

Wie geht es euch denn so? Ich glaube, ihr seid gerade im Studio, um an eurem zweiten Album zu arbeiten, oder?
Wir haben mit den Aufnahmesessions für das neue Album angefangen, im Moment nehmen wir gerade die Songs auf, die wir schon in den letzten zwölf Monaten gespielt haben, so dass wir die ersten paar Wochen jetzt damit verbracht haben, das mit dem alten Material erstmal nachzuholen. Aber wir haben noch ein paar außergewöhnliche Schmankerl in petto, die wir demnächst aufnehmen werden und von denen wir ziemlich begeistert sind.

Ihr habt euer Debütalbum in Hamburg, in Rothenburgsort aufgenommen. Das zweite Album nehmt ihr jetzt in Manchester auf. Wie sehr beeinflussen die unterschiedlichen Städte eure Musik? Was würde passieren, wenn ihr mal in einem Studio in Jamaica aufnehmen würdet?
In Hamburg aufzunehmen war fast so etwas wie ein Urlaub, so ein Urlaubsfeeling hatten wir eigentlich nicht mehr, seit wir mit der Band angefangen haben. Alleine die Tatsache, dass wir nicht mehr neben unseren täglichen Jobs und unserem Privatleben aufnehmen mussten, war ein großer Vorteil, der uns aber auch einiges über das Stadium, in dem wir uns befinden, klar gemacht hat. In Manchester aufzunehmen dagegen fühlt sich nicht anders an als früher, als wir noch Demos aufgenommen haben, aber anderseits haben wir Vibraphone und Congas und jede Menge anderen tollen Kram, auf dem wir spielen können, so dass es ein sehr viel reichhaltiger Sound ist als wir zuerst gedacht haben.
Und Jamaica sparen wir uns auf für unser fünftes Album, das wird dann ein echtes Absturzalbum im Happy Mondays Style.

Dutch Uncles
“Also Jungs, ein Foto müssen wir noch machen und das muss der totale Knaller sein. Das ist für Toast On Fire, da müssen wir was bieten. Los Duncan, zieh dein T-Shirt aus!”


Wie wichtig ist Manchester für euch, da zu leben und zu arbeiten, mit all dieser großen musikalischen Geschichte? Oder hast du die Nase voll davon, immer wieder darauf angesprochen zu werden?

Es ist schon wichtig für uns, weil wir hier angefangen haben und es ist natürlich auch wichtig für junge Leute, die gerade erst entdecken, was Manchester schon alles musikalisch hervorgebracht hat. Aber davon mal abgesehen, scheint jeder um uns herum wesentlich aufgeregter über das zu sein, was hier in Manchester passiert, als wir. Die Fragen und Erwartungen sind aber manchmal schon ermüdend… und ganz besonders die ganzen Besprechungen, die es sich damit so leicht machen.

Wie war eure Zeit in Hamburg? War es nur Arbeit oder konntet ihr auch mal ausgehen?
Unsere gute Freundin und Fotografin Nina Kolle ist mit uns einige Male nach St. Pauli gegangen. Das wird auf jeden Fall unser erster Anlaufpunkt, wenn wir nach Deutschland zurück kommen. Unsere Lieblingsclubs sind Meine Kleineraumdisko und das Uebel & Gefährlich

Konntet ihr während eurer Zeit in Hamburg mal lokale Spezialitäten probieren? Habt ihr zum Beispiel mal ein Franzbrötchen gegessen?
Wir haben befürchtet, dass der Besuch einer Bäckerei eine einschüchternde Erfahrung wird, wir haben einfach normales Brot gegessen, so dass wir nicht erleben mussten, wie wir beim Versuch deutsch zu sprechen komplett versagen.

Steve Hanley, der fast 20 Jahre bei The Fall gespielt hat, hat mal gesagt, er hat nur angefangen Musik zu machen, weil das Wetter in Manchester so schlecht sei, immer nur Regen, so dass er mit seinen Freunden nie draußen abhängen konnte, also haben sie kurzerhand eine Band gegründet. Wie war das bei euch, welche Gründe hattet ihr?
Wir haben uns nach dem College immer betrunken und Luftgitarre gespielt und haben das schließlich als Signal verstanden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass The Fall einen Einfluss auf die Dutch Uncles haben. Wer sind denn eure musikalischen Helden?
The Strokes und The Futureheads waren die ersten Bands für uns. Dann haben wir den Film “Stop Making Sense” von den Talking Heads gesehen und das war noch mal ein Neustart für uns als Band.

Kennt ihr deutsche Bands, die ihr mögt?
Wir haben 1000 Robota kennen gelernt, als wir in Hamburg waren, sie hatten da gerade das Cover von Palais Schaumburg’s “Wir bauen eine neue Stadt” aufgenommen. Das ist immer noch einer unserer Lieblingsclubknaller.

Toast On Fire ist eine Sendung am frühen Morgen und immer sehr interessiert, was das Frühstück betrifft. Was wäre ein perfektes Frühstück für dich?
Rühreier und Croissants… und ein Cappuccino. Jawoll!

Ihr habt schon viel in Deutschland gespielt, wie unterscheiden sich deutsche Fans und Publikum von den englischen?
Deutschland gibt einer Band aus Manchester ein irgendwie geheimnisvolles Gefühl. Die meisten haben keine Ahnung, wie wenig Romantik es da gibt, wo wir herkommen. Und so hat das alles für uns, als wir in Deutschland gespielt haben, eine völlig neue Bedeutung bekommen und wir waren ziemlich deprimiert, wie du dir vielleicht vorstellen kannst, als wir dann nach England zurück gekehrt sind. Obwohl, England ist auch gut!

Habt ihr Pläne für ein Hamburg-Konzert oder eine ganze Tour durch Deutschland?
Wir reden da andauernd drüber, aber jetzt gerade geben wir unser ganzes Geld für die Aufnahmen im Studio aus, es ist also nur ein Wunschtraum. Ich denke, wenn wir das zweite Album fertig bekommen haben, werden wir einen ernsthaften Versuch starten, wiederzukommen.


www.dutchuncles.co.uk
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www.lastfm.de/music/Dutch+Uncles
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The Helmholtz Resonators in Cannes!

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Aufregende Neuigkeiten kommen dieser Tage von den Helmholtz Resonators! Die Single “Moonlight Loveleytime” wurde vor kurzem veröffentlicht und jetzt ist auch endlich das Debütalbum “The Crystal Submarine” als CD erhältlich. Und um das ganze noch zu toppen, ist ein Video der Band bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes gelaufen! Garland von den Helmholtz Resonators erzählt uns mehr darüber.


Ihr seid nicht nur Wissenschaftler und Musiker, sondern jetzt auch Filmstars! Eins eurer Videos, das Video von “Carlton Breezy”, ist gerade in Cannes gezeigt worden. Wie ist es dazu gekommen?

Wir haben mit unserem Freund Joel Byron mit diesem Film am Straight 8-Wettbewerb (straight8.net) teilgenommen. Bei diesem Wettbewerb musste alles auf eine einzige Super 8-Filmkassette aufgenommen werden. Die wurde dann verschickt und erst dort entwickelt, so dass vor der Aufnahme alles sehr gut geplant und geprobt werden musste.
Unser Film wurde dann als “Best Of An Ad Bunch” ausgewählt und wurde beim diesjährigen Cannes Film-Festival gezeigt. Sieht also so aus, als ob bei uns alles ganz gut geklappt hat.

Keiner von euch hat den Film bislang gesehen, da ihr die Filmkassette nicht entwickeln durftet. Ist das nicht ein komisches Gefühl? Vielleicht ist was peinliches passiert und keiner hat es mitbekommen…
Ja, das ist schon ein sehr eigenartiges Gefühl! Aber es muss ja gut gelaufen sein, sonst wäre der Film nicht in Cannes gelaufen! Und Ende Juli läuft er auch noch beim Kurzfilmfestival in London.

Wie habt ihr euch vorbereitet? Habt ihr wochenlang geprobt?
Da es uns nur erlaubt war, eine einzige Kassette zu benutzen, musste alles auf dem Punkt passieren, alles musste zeitlich stimmen. Wir hatten einen sehr guten Ablaufplan und haben so viel wie möglich vorbereitet, aber irgendwann mussten wir es einfach machen. Wir haben natürlich die meisten Szenen vorher geprobt. Einige Szenen waren schwierig, die konnten wegen der Requisiten auch nur einmal, in einem Take, gedreht werden.

Die Filmarbeiten der Helmholtz Resonators

Hier ist ein Foto von den Dreharbeiten im Richmond Park, St Margarets: Links oben im Baum sitzt der fiese Mr. Noseybonk (mit “The End”-Schild), darunter sitzt Carlton auf einem Baumstumpf mitten im Baum, und zwar gefesselt! Cladni hockt ziemlich benommen auf dem Boden, auch gefesselt, während Manrose mit dem Baumtelefon telefoniert. Ganz rechts zwei Kameraleute.

Wo habt ihr die Super 8 Kamera aufgetrieben? Man kann die heutzutage doch bestimmt nicht mehr kaufen.

Joel hatte noch eine, er hat bei diesem Wettbewerb schon mal mitgemacht. Aber du findest solche Kameras immer noch in Charity Shops oder auf Flohmärkten.

Ihr habt ja ein Musikvideo gedreht, d.h. ihr habt mit Musik gearbeitet, aber wenn ich mich recht erinnere, haben Super 8-Kameras keine Tonspur, wie habt ihr das hinbekommen?
Das haben die bei Straight 8 gemacht, man musste neben der Filmkassette auch die Musik auf einer CD mitschicken. Die haben den Film entwickeln lassen und später bei der Digitalisierung wurde dann der Sound zugefügt.

Am 28. Juli wird der Film Soho Kurzfilmfestival in London gezeigt. Wenn die Toast-Leser/Hörer zu dieser Zeit in London sind, was sollen sie machen, um den Film sehen zu können?
Wir empfehlen natürlich, dass sich das jeder ankuckt! Wir werden auf jeden Fall da sein. Tickets kann man hier bekommen: http://www.curzoncinemas.com/whats_on/straight_8_part_3

Dann wünsche ich euch viel Spaß und hoffentlich feiert ihr das schön!
Ja klar, wir werden uns in unseren feinsten Zwirn schmeißen und das Ganze ordentlich feiern. Und nach dem Film werden wir in der Stadt aufschlagen für noch mehr Spaß!


Es gibt eine Facebook-Seite zu der Veranstaltung in London:
http://www.facebook.com/event.php?eid=137266799632100

Und wenn ihr wissen wollt, wie es mit dem Film weitergeht, ob er vielleicht später auch mal bei Youtube gezeigt werden kann, dann tragt euch am besten in den Newsletter der Helmholtz Resonators ein, dann bekommt ihr alle Infos immer frisch von der Band:

http://thehelmholtzresonators.com
http://www.myspace.com/thehelmholtzresonators

Interview mit Jonny Barnard von Abdoujaparov

Samstag, Mai 22nd, 2010

Heute spielen im Silber Abdoujaparov. Um 21 Uhr ist Einlass, los geht es um 22 Uhr. Abdoujaparov ist die Band von Les Carter, den kennt ihr vielleicht durch seine frühere Band Carter, The Unstoppable Sexmachine. An die Gitarre bei Abdou, wie die Band immer liebevoll abgekürzt wird (was Abdoujaparov heißt könnt ihr auf www.abdou.co.uk erfahren), spielt Jonny Barnard. Vielleicht sagt euch der Name jetzt nicht unbedingt was, aber er begleitet mit seinen zahlreichen Bands Toast On Fire von der ersten Sendung an! Und ihr könnt ihn jetzt ein bisschen kennenlernen, denn hier ist ein Interview mit ihm!

Click here for the English version!


Wer bist du und wo bist du gerade?

Ich bin Musiker und begeisterter Radfahrer aus Süd-London. Im Moment sitze ich gerade bei einem Bier zu Hause, kucke ein paar Filme und erhole mich von einer stürmischen Reise nach Afrika.

Du spielst in ziemlich vielen Bands, unter anderem in The Fades, White Man Kamikaze und Abdoujaparov. Wie lange bist du schon bei Abdoujaparov dabei und wie ist es dazu gekommen?
Ich habe Les bei einem Konzert in der Buffalo Bar in London getroffen, ich glaube, dass war so 2004. Wir haben uns gleich gut verstanden und uns angefreundet. Er ist ein ziemlich cooler Typ. Ich war immer schon ein großer Carter USM-Fan (Les Carters frühere Band) und als er mich dann fragte, ob ich nicht Gitarre in Abdoujaprov spielen wollte, hab ich natürlich sofort die Chance ergriffen. Richie, Ben und Bomber sind auch super Typen, es macht immer total Spaß, mit allen auf Tour zu gehen. Abdou ist wie eine große Familie. Es gibt sogar extra Leute in Australien für die Touren dort.

Was magst du am liebsten bei der Band?
Es macht immer Spaß, mit ihnen zusammen abzuhängen und ich finde die Songs auch alle großartig. Ich hab durch die Band schon jede Menge tolle Leute kennen gelernt, alles ganz wundervolle Menschen, von Brixton bis nach LA.

Abdoujaparov im Knust 2008
Abdoujaparov im Knust 2008, v.l.n.r.: Jonny, Drummer, Les, Richie


Kommst du nicht manchmal durcheinander bei deinen vielen Bands? Bist du schon mal in den falschen Übungsraum gegangen oder so was?

Haahahaha, nein, eigentlich nicht. Es gibt aber Zeiten, da denke ich, ich kann mich nicht mehr an einen einzigen Song erinnern. Aber jede Band ist unterschiedlich und meine Rolle in der Band ist auch immer anders, so dass es nie langweilig ist und immer Spaß macht. Die Fades haben zum Beispiel ein Studio, wo wir uns so oft wie möglich treffen, um zusammen zu spielen und neue Songs zu schreiben. Abdou dagegen üben unterwegs, wir lernen die Songs im Laufe der Tour. Und bei White Man Kamikaze spiele ich nicht Gitarre, sondern zum ersten Mal Bass, da muss ich richtig Hausaufgaben machen und üben, aber ich mache es gerne, es ist eine neue Herausforderung.

Erzähl uns mal was über deine Gitarre. Es ist eine Rickenbacker?
Yeah, ich liebe diese Gitarre. Seit ich ein Kind war, bin ich von den Beatles besessen und wollte immer eine Rickenbacker haben. Sie sieht nicht nur cool aus, sie hat auch einen großartigen Sound. The Who, The Jam und The Smith hatten auch diesen Sound. Ich habe aber auch eine Stratocaster, die sehr schön ist, beide Gitarren sind sehr unterschiedlich und meine Stimmung entscheidet, welche ich gerade benutze.

Du bist viel unterwegs auf Tour. Findest du, dass sich das Publikum in den verschiedenen Ländern stark unterscheidet?
Ich denke, die Menschen wollen überall auf der Welt, wenn sie in Konzerte gehen, eine schöne Zeit haben und neue Musik entdecken. Ich mag unterschiedliches Essen und auch die verschiedenen Akzente in der Sprache. Aber ich hab bislang noch keinen Ort gefunden, an dem es keinen Rock ‘n’ Roll gab. Glasgow, Hamburg und Florenz gehören zu meinen liebsten Stops.

Jonny Barnard
Jonny Barnard


Was ist die beste Sache, die dir je auf Tour passiert ist?

Meine Frau flog extra aus Kalifornien nach Nordirland, um sich dort mit mir zutreffen und dann anschließend den Tourbus die ganze restliche Tour zu fahren. Sie ist etwas sehr Besonderes und es war ein ganz toller Moment, als sie dort erschien.

Und was ist das schlimmste, was dir je auf Tour passiert ist?
Ich habe mal auf meinem Gitarrenkoffer draußen vorm Flughafen in Pisa geschlafen, das war echt ein Tiefpunkt, aber heute kann ich darüber lachen.

Hast du noch Erinnerungen an das letzte Konzert in Hamburg?
Es wurde dieser Drink namens Mexicana gereicht und ab da sind meine Erinnerungen sehr vage. Ich kann mich schwach an etwas erinnern, was mit aufregender Musik und Kunst zu tun hatte… und mit sehr originellen Cocktails…

Toast On Fire ist ja eine Morgensendung, deswegen ist die letzte Frage eine Frühstücksfrage. Was ist nach deiner Meinung das perfekte Frühstück, wenn man eine kurze Nacht nach einem anstrengend Konzert hatte, womöglich auch das eine oder andere alkoholische Getränk gezwitschert hat? Wie muss dein perfektes Frühstück aussehen, damit es dir dann besser geht?
Mit einer Bloody Mary kann man sich ganz wunderbar erholen. Ich finde, dazu passen porchierte Eier mit Tomate und Champignons sehr gut. Obst ist auch immer gut, sehr erfrischend. Und ich hab auch gerne ein Croissant und gaaaaanz viel Kaffee.

Hier ein paar Links zum weiterinformieren:
www.abdou.co.uk
Abdoujaparov @ Facebook
Abdoujaparov @ MySpace
Abdoujaparov @ Silber

Playlist 13.04.2010

Dienstag, April 13th, 2010

1. Stunde
The Sapphires – The Slow Fizz
Danny Michel – Straight To Hell
Harlem – Faces
Peggy Sue – Watchman (28.04., Molotow)
Archie Bronson Outfit – Harness (28.04., Molotow)
Good Weather Girl – Sailors At Sea
Delhi 2 Dublin – S.O.S.
Delhi 2 Dublin – Apples
Delhi 2 Dublin – Get On The Bus (Sharmaji’s Sub Swara Remix)
Four Tet – Sing (Bantons Indian Chants Remix)
Noah And The Whale – Love Of An Orchestra (28.04., Knust)
Me My Head – This Feeling

2. Stunde
Sharon Jones & The Dap-Kings – Better Things
“About A Boy”-Kolumne von und mit Sebastian Dalkowski:
“Du bist okay, aber dein Bart ist furchtbar”

The Palpitations – Cabin Fever
The Reverend Peyton’s Big Damn Band – Born Bred Corn Fed
Untied States – Not Fences, Mere Masks
Jay-Z vs Javelin – Roc Boys (Dave Wrangler Mix)
Eläkeläiset – Hump (16.04., Markthalle)
Plank! – Arse Nick
Moebius & Plank – Conditionierer
Boy Division – Hold Me Now

3. Stunde
Cancer Bats – Sabotage (25.04., Molotow)

Interview mit Solander von Matthias
Solander – Looking For Gold (18.04., Astra-Stube)
Solander – Berlin
Solander – One More Shot
Solander – Make Amends
Solander – St. Michael

Frank Popp – Hey Mr. Innocent (15.04., Molotow)
The Innits – Far Too Wide (16.04., Westwerk)
Peter Parker – Pretty Living

Interview mit The Brute Chorus

Freitag, März 5th, 2010

You can read the original interview in English here (plain text, no pics, so please have a look at the photos here on this page. The guys are very good looking.)

The Woodentops mit The Brute Chorus im Knust! Was habe ich mich auf dieses Konzert gefreut! Und toll war es! Eigentlich sogar noch viel besser als ich es erwartet habe. Die Woodentops waren fantastisch und Brute Chorus, ja, ich war hingerissen.
Die Woodentops kennt man ja wahrscheinlich (zur Not hilft Wikipedia), aber Brute Chorus sind hier noch nicht so richtig bekannt. Aber das ändert sich jetzt! Vier Typen sind es, alle so um die 30, wohnen in London und spielen schon ein Weile zusammen. Dave, der Bassist, ist der Letzte, der zur Band dazu kam. Vorher hat er übrigens bei Scritti Politti Keyboards gespielt! Die erste Single, “Chateau”, kam Ende 2007 raus, dann die zweite, “Grow Fin”, im Sommer 2008. “She Was Always Cool” folgte im Dezember 2008, und dann erschien “All The Pilgrims” im Mai 2009 als Vorgeschmack auf das gleichnamige Debütalbum vom Oktober, denn die Single und das Album wurden komplett live eingespielt! Sehr ungewöhnlich für ein Debütalbum. Fünf Wochen haben sie dafür geprobt! Und wie das mit dem zweiten Album so ist, das sie im Januar in Cumbria aufgenommen haben, erzählt hier James, den ich nach der Tour per Mail gefragt habe, wie ihre Pläne sind und wie sie die Tour fanden.


The Brute Chorus

The Brute Chorus nach dem Konzert im Knust, v.l.n.r.: James Steel, Matthew Day, Nick Foots und Dave Ferrett. Man beachte, dass die Band Toast On Fire-Buttons trägt! Yeah!


So, die Tour ist vorbei, ich hoffe, ihr seid alle gesund und heil nach Hause gekommen. Wie geht es euch?

Uns geht es gut. Wir sind müde, aber glücklich.

Was war das erste, was du machen wolltest, als du zu Hause ankamst?
Schlafen! Dann essen. Und dann wieder schlafen. Ich hab es dann aber doch nicht gemacht. Ich bin auf einer Party gelandet, die die ganze Nacht dauerte.

Ihr habt nach einem Konzert in Paris in München, Frankfurt, Köln, Hamburg und Berlin gespielt. Habt ihr ein bisschen was von den Städten sehen können?
Also, was wir am meisten gesehen haben, waren Bahnhöfe. An einigen Tagen waren wir nur unterwegs, aber manchmal konnten wir auch anhalten und kucken, was um uns herum so ist. Wir haben eine Zugfahrt durch das Rheintal gemacht, die sehr schön war, trotz des Winters. Ich hatte ein paar Stunden für mich in München und da war ich im Hofbräuhaus für ein Bier und ein paar Würstchen, das war sehr nett. Wir haben den Kölner Dom gesehen und in Berlin konnte ich vor der Abfahrt eine Stippvisite zum Brandenburger Tor und zum Checkpoint Charlie machen.

The Brute Chorus in Hamburg

Hattet ihr seltsame oder überraschende Situationen in Deutschland?
Ich hab mich ein paar mal verlaufen, als ich alleine unterwegs war. Ich spreche ja auch kein Deutsch, was das ganze dann noch schlimmer gemacht hat. In der letzten Nacht, als ich alleine auf dem Weg zum Flughafen war, bin ich in der Bahn eingeschlafen und im Nirgendwo aufgewacht! Glücklicherweise haben mich einige Leute in der Bahn verstanden und mich wieder auf Kurs gebracht. Ich hab meinen Flug gerade noch geschafft – ich hatte weniger als fünf Minuten bis zum Abflug!

Ich hab mich gewundert, als ich gehört hab, dass ihr bei der Tour mit der Bahn fahrt. Ihr musstet doch ganz viel Gepäck schleppen, die Instrumente und so. Hat sich der Aufwand denn gelohnt?
Das war die einzige Möglichkeit, das Einzige, was wir uns leisten konnten. Es hat aber auch Vorteile gehabt, es war eine viel entspanntere Art zu reisen, als wenn wir mit dem Bandbus gefahren wären. Und dadurch haben wir auch viel mehr von Deutschland sehen können. Außerdem sind wir ja auch als Team gereist und haben das Gepäck aufgeteilt, so das jeder gleich viel getragen hat. Es war also nicht so schlimm.

Was war das Highlight der Tour?
Die Hamburg Show, mein absoluter Favorit. Wir haben viele neue Songs auf dieser Tour gespielt und haben uns an diesem Abend als Einheit zusammengefunden. Und die Band war absolut in Höchstform.

Das Highlight der Tour: Der Gig in Hamburg!

Wie seid ihr mit den Woodentops in Kontakt gekommen und wer hatte die Idee zu der Splitsingle?

Wir hatten den selben Agenten. Und das mit der 7“ Splitsingle war unsere Idee, wir fanden, das wäre eine gute Idee, das könnte dem Publikum auf den Konzerten gefallen.
(Anm.: Es gibt übrigens bei Ebay noch einige Exemplare zu kaufen)

Was steht als nächstes bei euch an? Ihr geht ja wieder auf Tour und die neue Single “Could This Be Love” kommt im April raus. Wie sieht es denn mit dem Album aus, kannst du uns darüber ein bisschen was berichten?
Mit dem Album läuft es gut. Im Moment arbeiten wir gerade an dem Artwork. Es wird sehr cool aussehen, es wurde von einem ziemlich bekannten Tattoo-Künstler gestaltet. Das Album wird „How The Caged Bird Sings“ heißen und im Juni rauskommen. Es wird ganz anders sein, nicht nur weil wir das erste Album komplett live eingespielt haben. Die Songs sind jetzt ein bißchen „darker“ und wir haben eine Menge über Zeit und Raum in der Musik gelernt. Das erste Album ist vom ersten Moment an da, voll Power und Lautstärke, während sich das neue Album wesentlich mehr Zeit lässt. Wir sind wirklich sehr froh, dass wir die Möglichkeit haben, dieses Album zu machen.

The Brute Chorus in Hamburg

Zum Schluss kommt noch eine Frühstücksfrage. Toast On Fire ist ja eine Sendung, die morgens läuft und da wir alle gerne ausgehen, bin ich immer auf der Suche nach einem schönen Frühstücksrezept, was einem nach einer langen Nacht wieder auf die Beine hilft. Was ist nach deiner Meinung nach das beste Frühstück, wenn man ein paar Drinks zuviel hatte und der Schlaf zu kurz kam?

Ein englisches Frühstück natürlich! Für mich am liebsten mit Spiegelei, Baked Beans, gegrillten Tomaten, Räucherspeck, Cumberland-Würstchen, gebratener Blutwurst (viel Fleisch hauptsächlich), Bratkartoffeln und Brown Sauce! Das Ganze wird gekrönt mit entweder einer Bloody Mary (wofür wir ein spezielles Geheimrezept haben) oder mit einem schwarzen Kaffee, der so stark ist, dass der Löffel drin steht!
Hmm… ich werde hungrig, wenn ich nur daran denke!


The Brute Chorus @ MySpace, Twitter, Facebook, YouTube

Interview mit The Helmholtz Resonators

Donnerstag, Januar 21st, 2010

Die Helmholtz Resonators sind fünf Wissenschaftler aus London, England. Normalerweise arbeiten sie fleißig in ihrem Labor und experimentieren so rum, aber manchmal verlassen sie ihr Labor und machen Musik. Großartige Musik! Am Dienstag konnten wir uns davon überzeugen, als hier bei Toast On Fire ein Konzert der Helmholtz Resonators in voller Länge lief (powered by Musicborn). Aber wer sind diese Typen? Und wieso machen sie überhaupt Musik? Ich hab einfach mal ein paar Fragen an ihr Labor geschickt und zwischen lauter Bunsenbrennern hat Garland Vanderbilt die Antworten geschrieben (die email war angekokelt!). Hier ist das Ergebnis:

The English version is here (plain text)


Wer, wo und wann bist du gerade im Moment?

Ich bin Garland Vanderbilt und bin gerade von meinem U-Boot, dem Crystal Submarine, zurückgekommen. Im Moment leide ich an einem furchtbarem Fall von “time-lag”, da ich gerade durch drei unterschiedliche Jahrzehnte gereist bin. Und es scheinen noch einige Teile von mir im späten 19. Jahrhundert geblieben zu sein…

Ist es nicht furchtbar kompliziert, Wissenschaftler und Musiker gleichzeitig zu sein? Wie ist dein Leben zwischen Pumpen & Pipetten & Patenten und Sex & Drugs & Rock ‘n’ Roll?
Haha! Ja, in der Tat, dass ist es!! Aber wie es aussieht, kriegen wir es ganz gut hin. Es ist, als ob wir uns ständig in einem wechselnden Zustand des Bewusstseins befinden und wir das Raum-Zeit-Kontinuum auf unseren Nervenbahnen durchqueren können.

Ich würde sagen, eure Musik ist nicht gerade Mainstream. Wie würdest du sie jemanden beschrieben, der noch nie Songs von euch gehört hat?
Es ist definitiv kein Mainstream, aber es hat sehr eingängige Elemente, so dass ich sagen würde, es ist schon Pop. Es sind akustische Hörexperimente mit tanzbaren Beats und großen schweren Basslinien, die dich bis ins Mark durchdringen und mit repetitiven Refrains, die in deinem Kopf bleiben.

The Helmholtz Resonators
Chladni kontrolliert noch mal die Uhrzeit, Vandamme zuppelt sich den Ärmel zurecht, aber dann sind sie fertig und bereit, ein wahnsinniges Konzert zu spielen, so wie das, was neulich bei Toast On Fire lief. V.l.n.r.: Vandamme Laudenkleer, Garland Vanderbilt, Manrose Finasteride, Carlton Breezy, Chladni Plates. (Foto von Alli Barnard)


Erinnerst du dich an das Konzert, was Musicborn aufgenommen hat und was jetzt bei Toast On Fire gesendet wurde? Wie war es?

Das Musicborn Konzert war eins unserer besten Konzerte, das hat uns total Spaß gemacht. Wir haben im Cafe 1001 in der Brick Lane in Ost-London gespielt, im altem Revier von Jack The Ripper! Der Club war toll und die Veranstalter waren auch cool. Der Eintritt war frei und so war viel los und die Leute gingen gut mit. Es war eine große Party!

Warum tauscht ihr so oft die Instrument während eines Konzertes? Ist das nicht ganz schön stressig für euch?
Eigentlich haben wir die Band nur gegründet, damit jeder mal Schlagzeug spielen kann! Wir alle spielen noch andere Instrumente, wenn es erforderlich ist. Die meisten Musiker können es nicht abwarten, endlich mal ans Schlagzeug zu kommen, wenn sie im Übungsraum sind. Also haben wir uns entschieden, nach jedem Song die Instrumente zu tauschen, so dass alle mal mit dem Schlagzeug spielen dran kommen. Der Rest entwickelt sich dann von selber.

Was macht ihr nach einem Konzert? Flitzt ihr ins Labor und nutzt ihr all die Energie und das Adrenalin vom Konzert, um noch schnell eine Erfindung zu machen oder macht ihr auch normale Dinge, wie mal ein Bier trinken?
Es kommt darauf an. Manchmal müssen wir mit den Resultaten von einem Konzert sofort ins Labor, damit wir unsere Ergebnisse für die Nachwelt festhalten können, aber manchmal lassen wir auch zu, das der Schnapsteufel von uns Besitz ergreift.

Toast On Fire ist ja eine Morgensendung, hast du ein gutes Frühstücksrezept für den Morgen nach so einer Nacht, wenn man lange bei einem Konzert war und zu wenig geschlafen hat und der Schnapsteufel da war? Was empfiehlt der Wissenschaftler da?
Nach langen Jahren des Ausprobierens ist die beste Empfehlung, die wir geben können, einen Termin mit einem gewissen Dr. Jägermeister zu vereinbaren.

The Helmholtz Resonators
Vandamme hat sich das Schlagzeug erkämpft… yeah… Die Helmholtz Resonators beim Auftritt im 1001 Cafe. (Foto von Alli Barnard)


Letztes Jahr hattet ihr einen Haufen Probleme mit Mr. Noseybonk. Es ist sehr gut in einem Video dokumentiert. Wer ist dieser Typ?

Er ist ein böser und furchterregender Charakter aus den späten 70ern, bekannt aus dem Kinderfernsehen. Er jagt die Seelen der Menschen von dem Moment an, an dem sie ihn gesehen haben und er scheint auch ein ganz besonders Problem mit uns zu haben, denn er erscheint uns regelmäßig in unsern Alpträumen.

Was passiert als nächstes bei euch?
Wir werden die Ergebnisse unseres letzten Experiments “BOMBS!” als Single am 22. März veröffentlichen. Wir haben vor kurzem ein Video dafür gedreht, was parallel dazu erscheinen wird. Mr. Noseybonk hat versucht, unser Labor mit einer riesigen Bombe hochzujagen, es war ungefähr so, wie in diesem Video hier. Und es gibt für einen begrenzten Zeitraum einen kostenlosen Remix von diesem Song, den Manrose und ich gemacht haben, den man hier herunterladen kann: www.musicglue.com/thehelmholtzresonators


Unbedingt hier mal raufklicken: www.myspace.com/thehelmholtzresonators

Es gibt noch einige wenige Exemplare der limitierten Vinylsingle “Lala/Oompah”, am besten bei den Helmholtz Resonators nachfragen: thehelmholtzresonators(AT)live.co.uk
Das Album “Crystal Submarine” gibt es als Download, aber die Helmholtz Resonators haben auch einige CD-Exemplare vorrätig. Einfach nachfragen.
Und wenn ihr das Album habt, dann kuckt mal hier beim Mags Magazine, da erklären die Helmholtz Resonators ihr Album Song für Song.

Interview mit Everything Everything

Dienstag, Januar 12th, 2010

Am Montag, den 18. Januar, spielen Everything Everything in der Prinzenbar. Wer sind Everything Everything? Ein Quartett aus Manchester, 2007 gegründet, kennen sich alle noch aus der Schul- oder Unizeit. Drei Singles haben sie bislang veröffentlicht, auf drei verschiedenen Labels, und damit alle verzückt. Wunderschöne Songs machen sie, sehr komplex und irgendwie schwer einzuordnen. Und bevor sie ihre Koffer für die Deutschland-Tour packen müssen, haben sie dem Toast ein Mixtape compiliert (siehe Playlist von Dienstag) und Jeremy von der Band hat dem Toast einige Fragen beantwortet.

If you want to read the English version, click here!


Ist dies euer erster Besuch in Deutschland?

Ja, als Band sind wir das erste Mal hier. Mike ist schon mal hergekommen, als er als Teenager als Straßenmusiker durch Europa gereist ist. Ich war vorher schon mal in München und Berlin. Ich liebe Deutschland!

Ihr spielt am Montag in Hamburg. Wisst ihr irgendwas über Hamburg? Habt ihr schon mal was von der Reeperbahn gehört? Der Club, in dem ihr spielt, liegt gleich um die Ecke. Der Club ist sehr hübsch dekoriert mit nackten Engeln. Das macht euch doch nichts, ihr seid doch nicht streng gläubig… ?
Also, wir sind natürlich vertraut mit der ganzen Beatles Geschichte, damals auf der Reeperbahn. Wir freuen uns drauf, das mal anzukucken und ein bisschen was von der Atmosphäre mitzukriegen. Und was die nackten Engel betrifft, das macht uns nichts aus, im Gegenteil, die haben wir sogar verlangt! “No naked angles, no show!”

Everything Everything

Was kommt nach der Deutschland-Tour? Ich habe gesehen, ihr spielt auf dem SXSW-Festival im März. Wann wird euer Album erscheinen?

Sobald wir die neuen Songs auf der Tour in Deutschland getestet haben und zurück in England sind, nehmen wir das Album auf. Wir werden daran bestimmt bis März arbeiten, dann machen wir uns auf in die USA. Wir hoffen, dass das Album im Frühjahr erscheinen wird.

Wie ist eure Situation als Band im Moment? Hat sich etwas verändert, seit ihr am Jahresende in den ganzen Musikblogs und von vielen Radiostation als „a band to watch in 2010“ bezeichnet wurdet?
Wir müssen jetzt sehr viel mehr Interviews geben! Aber in Wirklichkeit heißt das ja nur, dass mehr Leute uns kennen lernen und unsere Musik hören, was natürlich gut ist. Wir konzentrieren uns immer noch darauf, unsere Musik so gut wie möglich zu machen und versuchen uns nicht ablenken zu lassen von den ganzen Ratschlägen, den Hypes und all dem anderen Kram.

Toast On Fire ist eine Morgensendung und da wir ja alle gerne ausgehen, bin ich immer auf der Suche nach guten Frühstücksrezepten für den “Morgen danach”. Was ist deiner Meinung nach das beste Rezept für den Morgen nach einem Konzert mit einem Bier zuviel und zu wenig Schlaf?
1. Bevor man schlafen geht, ein Glas Wasser und zwei Ibuprofen.
2. Dann “Eier Benedict” (getoastetes Muffinbrötchen mit Eiern, Speck und Sauce Hollandaise) und ein schön starker Kaffee am Morgen.
3. Ein Glas Rotwein am frühen bis späten Nachmittag.
Ein bisschen Obst ist auch immer eine gute Idee, aber meistens kommt es nicht dazu…

www.myspace.com/everythingeverythinguk

Interview mit Pillow Fight Club

Dienstag, Dezember 15th, 2009

Pillow Fight Club kommen aus Hessen und haben gerade eine Platte herausgebracht, “About Face And Other Constants” (Hazelwood), in deren Zusammenhang oft Wörter wie “betörend” und “schön” benutzt werden, wie zum Beispiel in einer Rezension der Zeit. Wenn ihr am Dienstag in der letzten Stunde Toast On Fire gehört habt, dann wißt ihr Bescheid. Wenn ihr das allerdings verpasst habt, dann könnt ihr euch auf der MySpace-Seite die Songs anhören. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit: Ihr schaut euch den Pillow Fight Club live an! Sie sind zur Zeit mit den Godfathers unterwegs und spielen am Sonntag, den 20. Dezember, in Hamburg im Molotow. Und vorher hat sich Thorsten von der Band ein bißchen Zeit für den Toast genommen!


Wer bist du und wo bist du gerade?

Ich bin Thorsten, Gitarrist der Band und sitze in meinem eigenen Büro meines Studentenjobs, Veranstaltungen für Clubs zu organisieren.

Ihr habt jetzt euer zweites Album herausgebracht, „About Face And Other Constants”. Zwischen dem und eurem Debütalbum liegen vier Jahre. Das lässt vermuten, ihr fummelt perfektionistisch an den Songs. Wie entsteht eure Musik?
Zunächst ist dazu zu sagen, dass unsere erste Veröffentlichung eine komplett selbst organisierte Demo-Produktion war – also alles noch im ganz kleinen Stadium, einfach um auf den Konzerten den Fans und Freunde Musik für Zuhause anbieten zu können. Ein richtig ernsthafter, ambitionierter Ansatz inklusive vielen Auftritten kam erst nach dieser ersten Platte dazu und somit standen zwei dieser vier Jahre zwischen erster und zweiter Platte im Zeichen davon, eine professionelle Struktur mit Booking Agentur und Label aufzubauen und Shows zu spielen.
Außerdem hatten wir in der Zeit zwischen erstem und zweiten Album drei Besetzungswechsel am Schlagzeug, bevor sich dann Manu als Isa´s Freund und seitdem beständiger Rückhalt an der Schiessbude gefunden hat. Diese Wechsel zogen das Vorankommen mit der neuen Platte ebenfalls in die Länge.
Nichtsdestotrotz will natürlich gut Ding Weile haben und der Songwritingprozess dauert seine Zeit. Ich entwickle aus irgendeiner Idee ein Grundgerüst eines Songs, dann denkt sich die Sängerin Valentina einen Gesang dazu aus, und wenn das Ganze dann viel versprechend klingt, wird es im Proberaum von allen komplett gespielt und fein geschliffen.
Perfektionistisch gefeilt wird also nur an den Songs, die es durch die “Vorauswahlen” geschafft haben und übrigens auch nur an der Basis eines Songs, also an Hooklines, Text & Melodien. Wir sind keine Band, die sich stundenlang in den Proberaum stellt, um einen Song technisch perfekt zu spielen. Wir sind keine perfekten Techniker und darum geht es uns auch gar nicht. Es geht nur darum schön Songs zu machen, die man immer wieder hören kann.

Pillow Fight Club

Pillow Fight Club


Was sind eure Einflüsse, welche Bands waren oder sind wichtig für euch?

Indie der späten 80er, frühen 90er und ein bisschen Grunge der mittleren 90er:
Pixies. Blondie. Sonic Youth. Samiam. Weezer. Fugazi. New Order. The Police. U2. Blur.

Wie lange macht ihr schon Musik, wann habt ihr damit angefangen?
Alle machen bereits fast 10 Jahre Musik – was in diesem Zusammenhang allerdings interessant ist: Nicht immer hauptsächlich an dem Instrument welches sie in der Band spielen.
Ich zum Beispiel bin eigentlich Bassist, spiele aber in der Band Gitarre. Valentina ist Sängerin, spielt aber bei uns neben dem Hauptgesang auch den Synthie.
Isa spielt in der Band Bass, singt aber eigentlich ansonsten viel mehr als sie Bass spielt. Einzig Manu ist auch hauptsächlich das was er in der Band ist, nämlich studierender Schlagzeuger, allerdings versucht er sich in der Band an den reduzierten Drumcomputervorentwürfen der ersten Demos der neuen Songs zu orientieren.
Hintergedanke bei alledem ist, dass wir mit den Songs frei und unvorbelastet durch technische Einflüsse von Vorbildern umgehen wollen. Das geht nur, wenn man auf einem Instrument spielt, auf dem man nicht alle Techniken seiner Vorbilder blind hoch und runter nachspielen kann. Man hört oft Musiker und Bands, die wie die Kopie ihrer Lieblingsband klingen. Diese Gefahr wollen wir nicht eingehen – wir wollen klingen wie wir selbst und ich denke dies gelingt uns auf diese Weise sehr gut.

Ihr spielt jetzt Support für die Godfathers auf deren Deutschland-Tour. Seit ihr aufgeregt, mit solchen Legenden aufzutreten? Wie kam der Kontakt zu den Godfathers zustande?
Die Godfathers haben ja eine ewig lange “Pause” eingelegt, aber ihr Legendenstatus hat bis heute zumindest in der Szene überdauert. Von daher zögerten wir nicht, als wir davon hörten, dass unsere Booking Agentur die Tournee der Jungs bucht, und fragten sofort nach, ob es eine Chance gibt, dass wir als Support mitspielen, um unser aktuelles Album und unsere kommende eigene Tour zu promoten. und schwupps waren wir drin! Positiver Nebeneffekt: wir können vier mal die Godfathers live sehen. :-)

Ihr wart ja erst vor kurzem in Hamburg. Wie sind denn eure Erfahrungen mit Hamburg und dem Hamburger Publikum? Das wird ja manchmal als sehr steif bezeichnet.
Das kann ich so nicht bestätigen. Erstens, weil wir sowieso keine Konzerte machen, wo die Leute die ganze Zeit abgehen sollen – uns geht es mehr um das zuhören und in die Songs eintauchen. Wir haben zwar einige tanzbare Songs, aber eben auch viele zum Zuhören. Deshalb tanzen sowieso nicht ständig immer alle.
Zweitens war das Publikum in der prall gefüllten kleinen Ponybar nach einer kurzen “Auftauphase” super symphatisch, hat viel gejubelt und viele haben sich nach dem Konzert mit uns unterhalten.


www.myspace.com/pillowfightclub
www.pillowfightclub.com
www.godfathershq.com

Interview mit Know Skools

Samstag, Dezember 12th, 2009

Know Skools kommen aus Münster und haben im Frühjahr eine EP herausbracht, die die Visions als “eine überraschend gute EP” bezeichnete. Stuss! Diese Platte ist sensationell!!! Seit Wochen spiele ich von dieser EP in jeder Sendung einen Song. Angefangen habe ich Ende Oktober mit dem ersten Track und jetzt am Dienstag kommt der letzte Track dran, Nummer 6, dann haben wir die EP einmal komplett durchgehört. Und das krönen wir mit einem Interview!


Wer bist du und wo bist du gerade?

Mein Name ist Kövi, ich bin Schlagzeuger und Produzent bei Know Skools und ich sitze im Braunen Salon in Münster.

Kannst du uns ein bißchen was über die Band erzählen, wie lange gibt es euch und wer seid ihr alle?
Die ersten musikalischen Ideen von Know Skools kommen aus dem Jahr 2006, der Name Know Skools wurde im Januar 2009 für die Veröffentlichung der EP “123… Stupidity” gewählt. Know Skools sind sehr lose besetzt, die Mitglieder stammen aus verschiedenen Kreisen und wechseln des öfteren. Ich bin das einzig konstante Mitglied.

Ich liebe eure Platte! Ich weiß aber gar nicht genau, warum! Hast du eine Idee, was eure Platte so besonders macht?
Gute Frage, vielleicht weil der Basser so pfiffig spielt ;-) … eine
Mischung von Stilen, die vorher noch nicht so direkt betrieben wurde
vielleicht; vielleicht auch weil die EP so kompakt ist, kein Wort zuviel…

Know Skools

Die EP besteht aus den besten Songs, die ihr im Übungsraum mitgeschnitten habt. Wie sieht so ein Tag im Übungsraum aus, wie oft trefft ihr euch, gibt es Bier?
Es ist kein Dogma, aber es wird nur in absoluter Nüchternheit musiziert
und produziert; das geschieht teils teils im Braunen Salon oder im Proberaum, meist dient ein Thema oder ein Groove als Ausgangspunkt für eine Improvisation oder ein Arrangement… am besten sooft wie möglich.

Eure EP kann man hier runterladen. Warum gebt ihr sie kostenlos her?
Wir geben nur die mp3-Version kostenlos über digitalkunstrasen.net raus. Wer vor dem Computer sitzt kann per Knopfdruck die EP herunterladen und geniessen, ohne aufstehen oder die meist schlecht informierten Mitarbeiter grosser Ketten von riesigen Plattenläden nach dem letzten Undergroundschrei – wie ich glaube, dass wir einer sind- fragen zu müssen… dieses Konzept wird Schule machen, ihr werdet sehen!
Die “zum-anfassen-wie früher!” Edition kann man bei uns bestellen (einfach an koerecordings(at)gmail.com schreiben). Sie besteht aus einer CD in einem selbstgebasteltem Pappschieber aus schwedischem Büttenpapier, mit handgemalten und siebgedrucktem Artwork.

Was kommt als nächstes für euch? Ihr habt ja auch schon neue Songs aufgenommen, die auch wieder super sind!
Die im Sommer entstandenen Aufnahmen werden voraussichtlich im Frühjahr 2010 veröffentlicht werden. Bis dahin werden so viele Shows wie möglich gespielt, wer Lust hat, uns für Sprit, Essen und Trinken zu empfangen, möge ebenfalls an koerecordings(at)gmail.com schreiben.

Ich hoffe, ihr kommt bald wieder nach Hamburg. Ihr habt schon vor einigen Monaten in der Astra-Stube gespielt, war es hier nett für euch?
Die Show in der Astra-Stube war riesig und wenn die Baustellen auf der
A1 weg sind, kommen wir gern wieder.


www.myspace.com/knowskools

Interview mit The Sons

Dienstag, Dezember 1st, 2009

The Sons sind Paul Herron (Gesang, Gitarre), Stewart English (Gitarre, Gesang), Lee Blades (Bass, Gesang), Roger Flapjack (Schlagzeug) und Steven Herron (Gitarre, Keyboard). Uns sie haben dem Toast nicht nur ein Mixtape für die Sendung compiliert, sondern ein Interview per eMail gegeben. Und am Donnerstag, den 3.12., wenn sie in der Astra-Stube spielen, fragen wir sie, wer von ihnen die Interviewfragen beantwortet hat, das habe sie nämlich nicht dazugeschrieben.


Who you are and where are you at the moment?

- I’m staring at a monitor at work trying to work out who I am
- I’m at home drinking a can of lager and listening to last nights Bruce Springsteen gig from Buffalo
- I’m in Bern eating breakfast
- I’m in Bern eating breakfast

When you album “Visiting Hours” came out earlier this year a lot of people compared The Sons with the Clash. Do you have any punk rock bands from the late 70s or early 80s you like or who inspires you?
- No I don’t.
- I like Television and I listened to PIL’s Metal Box last night
- No
- Spizz Energi ‘Where’s captain Kirk’

This year is nearly over and at the moment you find a lot of end-of-the-year-polls in magazines. What are you favourite albums of 2009?
- The rerelease of ‘Ladies and Gentlemen…’ by Spiritualized even though it’s not out until December sometime. ‘Dear John’ by ‘Loney, Dear’.
- Wilco (the album) and Leonard Cohen’s Live in London
- All the Abba remasters
- all the Beatles rereleases

The Sons

You played plenty of times in Hamburg this year. Please share your nicest and worst experience in Hamburg with us.

- Nicest and worst experience was challenging someone to a Jägermeister drinking competition at a house party that we ended up at during the Reeperbahn festival. I probably won
- Nicest experience was cheering Roger on to beat a tool in a competition drinking Jägermeister. Worst was playing at 12.30am in an empty Kaiserkeller the night before
- Nicest was shouting in a lift in the Beatles musuem, worst was equipment issues at Kaiserkeller
- Gettin pissed on Reeperbahn, worst was constantv travelling

Have you tried some of the local specialities like Franzbrötchen (a kind of cake, made of filo pastry, perfect for elevenses, full of fat and sugar, very delicious)?
- Not yet, but I like fat.
- No but I also like fat (is it animal fat? I hope so)
- No
- No. Germans make exceedingly good cakers momma.

What in your opinion makes a good breakfast after a gig with too much booze and less sleep? What cheers you up on those mornings?
- I like it simple: toast and coffee. Followed by a Gin and Tonic and a cigarette
- Raw meat and raw onion
- Half a packet a packet of panadol and coke and B.A. barocca
- Cheap red bull substitute and chocolate

Thanks for taking the time to answer the questions. Last one: What’s for the future, what can we expect?
- The end of the world
- More references to “early REM”
- A cornucopia of varied emotions and struggles to find the answer wrapped in a melodic rythmfest shining out to all
- Moustache, now we must dash


www.myspace.com/thesonsarealreet

Me My Head – Autumn, Teil 2

Freitag, November 13th, 2009

In den letzten Wochen hat “Autumn” von Me My Head ganz schöne Wellen geschlagen. Vielleicht auch durch den tollen Remix der Hamburger Dancing Pigeons. Ich wollte gerne mehr über den Song erfahren und hab Dave, dem Gitarristen und Songschreiber, ein paar Fragen geschickt.

Worum geht es in dem Song?
Der Song berichtet von der Misere eines Menschen, der überwältigt von seinen (oder ihren) Gefühlen ist. Die ergreifende Natur des Lebens – einen Baum anzuschauen oder einen tiefroten Himmel und dabei völlig überwältigt von dessen Schönheit zu sein, dabei aber die eigene Existenz und Bedeutung zu hinterfragen. Es ist ein bißchen existentialistisch.

Was hat dich zu diesem Song inspiriert?
Das war von Goethe “Die Lieden des jungen Werthers”, von Albert Camus “Der Frühling“ und natürlich meine eigene Lebenserfahrung, dies alles hat mich inspiriert.

Euer Album “Survival In No Man’s Land” kommt Ende November auf den Markt. Ist “Autumn” ein Vorgeschmack darauf oder sind die anderen Songs ganz unterschiedlich?
“Autumn” ist schon einer der düsteren und gefühlvolleren Songs auf dem Album. Die anderen Stücke sind eher direkter, vielleicht sogar ein bisschen aggressiver, obwohl sich viele ähnliche Themen und Emotionen auf dem Album wiederfinden.

Das Album “Survival In No Man’s Land” kann man ab den 23. November im digitalem Fachhandel wie z.B. iTunes kaufen. Die Single “Autum” ist bereits erhältlich, z.B. hier.

 

For all English speaking readers:
click here for the English version of the interview.

Autumn-Cover

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit Leonard Las Vegas

Dienstag, Oktober 13th, 2009

Leonard Las Vegas kennt ihr, wenn ihr schon öfter Toast On Fire gehört habt. Im Mai hat er ein Morgenminimixtape für den Toast compiliert, als er mit Forced Movement in der Prinzenbar gespielt hat. Jetzt am Samstag, den 17.10. kommt er wieder, zuerst spielt er ein Konzert im Silber (die ehemalige Tanzhalle in der Silbersackstrasse) und danach legt er dort auch noch auf. Höchste Zeit für ein Interview. Und da sich der Toast stets für das Frühstück anderer Leute interessiert, bekam Herr Las Vegas eine Email mit Frühstücksfragen.

Mehr Leonard Las Vegas gibt es auf MySpace (unbedingt die Tourtagebücher lesen!): www.myspace.com/lennylasvegas

Wer bist du und wo bist du gerade?
Ich bin Leonard von und zu Las Vegas und befinde mich gerade in meiner heimischen Küche zur Frühstücksplanung. Es plagt mich die Frage: wieso um Gottes Willen hab ich am Samstag vergessen, Brot zu kaufen?

Bist du eher ein Morgenmuffel oder ein Frühaufsteher?
Weder noch! Als Student kann man in den Semesterferien (und auch oft während des Semesters) ganz gut ausschlafen. Trotzdem bin ich bis spätestens 9.30h aus den Federn. Schlechte Laune habe ich am Morgen eigentlich fast nie.

Magst du morgens schon Musik hören? Was hörst du am liebsten?
Bis vor zwei Jahren hab ich IMMER Musik zum Aufstehen gehört, mittlerweile hat sich das irgendwie gelegt und ich weiß eigentlich gar nicht so recht wieso? Wenn ich aber Platten auflege (ja, ich bin ein Vinyl-Junkie), dann hat’s meistens weniger Distortion als ich es am Rest des Tages mag. Ich hab ein Faible für rauschenden White-Noise-Drone-Shoegaze, aber am Morgen geht das noch nicht.

Hast du morgens schon Songideen? Wie schreibst du deine Musik, was inspiriert dich?
Oh ja! Mit den meisten Songs fange ich gegen 9h an. Man hat am Morgen noch so eine gewisse Unbefangenheit in sich, fühlt sich wie ein weißes Blatt Papier, das gefüllt werden muss. Songideen kommen zwar nicht nur während des Schlafs, aber vorwiegend scheint da Nachts was in meinem Kopf zu passieren. Letztens hatte ich sogar fast einen kompletten Song im Traum gehört, mit Strophe UND Refrain! Normalerweise hört man im Traum eher Fragmente, aber hier war sogar der Text dabei. Ziemlich strange. Nach dem Aufwachen hab ich ihn dann schnell aufgenommen ehe irgendwas verloren geht.
Es gibt übrigens kein generelles Konzept, wie ich Musik schreibe. Das läuft immer anders. Mal ein Basslauf, mal Gitarre, manchmal steht am Anfang sogar nur ein Drumbeat.

Leonard Las Vegas

Roggenbrötchen, Toast oder Müsli zum Frühstück? Kaffee oder Tee?
Roggenbrötchen….nnnjaaa. Ich mag das klassische Brötchen lieber! Dennoch gibt’s bei mir eher Toast zum Frühstück und alle 4 Wochen auch mal Früchtemüsli. Kaffee und Tee kann ich, genau wie alle anderen warmen Getränke, überhaupt nicht ausstehen. Meine Getränke MÜSSEN gekühlt sein.

Gibt es eigentlich ein typisches oder spezielles Frühstück in Bayern?
Oje, da fragst du den falschen. Von Traditionen hab ich eher weniger Ahnung. Außerdem bin ich eigentlich Berliner und hatte noch nie ein typisch bayrisches Frühstück. Ich weiß nicht mal, wie das aussehen sollte. Leberkäse? Jo, nich übel. Weißwurscht? Buaah..

Hast du mal die Hamburger Frühstücksspezialitäten gekostet, so wie Klöben und Franzbrötchen?
Mensch, was sind denn Klöben? Ich werd die einfach mal testkaufen, wenn ich in Hamburg bin. Franzbrötchen… das sind doch eigentlich nur normale Brötchen auf Hamburch-Slang, was? Haha..

Was ist deiner Meinung nach das perfekte Frühstück nach einem Konzert und einer Nacht mit viel Party und zu wenig Schlaf?
Am besten irgendwas mit Substanz aber wenig Geschmack. Und wenn dann eher würzig. Süß ist dann irgendwie sinnesbetäubend. Also: trockenes getoastetes Sandwich- oder Mischbrot mit maximal ein bißchen Butter und ner Scheibe Salami.
Mein generelles ideales Frühstück übrigens ist ne Mischung aus allem: Croissant, nicht aufgeschnitten, sondern mit Mozzarella on top, dazu frisches Mischbrot mit Kalbsleberwurst. Mit am Start: Geramont (der orange-farbene). Und zum Abschluß was Süßes: Nutella. Yummy!

Du warst vor kurzem mit Forced Movement auf Tour und dabei habt ihr in der Hamburger Prinzenbar gespielt. Wie sind deine Erinnerungen an Hamburg?
Da die Prinzenbar ja mitten auf der Reeperbahn ist, war ich in diesem Fall natürlich sehr beeinflusst von den dortigen Gegebenheiten. Ein buntes Treiben, dass ein wenig an Amsterdam auf Nord erinnert. Kleine Gassen und heitere Menschen. Ich hatte eine kleine Stadttour unternommen, als ich für meine Gitarre ein Ersatzteil kaufen musste und dazu den passenden Laden suchte. Das letzte “richtige” Mal in Hamburg ist übrigens schon gut 4 Jahre her. Eine tolle Stadt, allerdings doch irgendwie behaftet mit dem Fakt, dass da alles etwas teuer ist. Oder irre ich mich da?

Wie ist es für dich auf Tour zu gehen? Das Leben auf Tour ist ja was besonderes, teilweise ein ganz eigener Kosmos mit einem ganz anderem Rhythmus. Fällt es dir schwer, wieder in den normalen Alltag zurück zu kehren?
Auf Tour zu sein ist hervorragend und macht verdammt viel Spaß. Die zehntägige Tour im Mai war ein Traum. Jeden Tag eine neue Stadt, jeden Tag woanders aufwachen, das ist verrückt und sorgt auch mal für Verwirrung bei mir. Die Frankfurter hab ich mit “Hallo Leipzig” begrüßt und Unverständnis geerntet. Nach der Tour ist man erstmal unfähig, das “normale” Leben wieder zu begreifen. Es ist also für einen erleichterten Alltagseinstieg vielleicht nicht schlecht, wenn man nicht ZU viele aufeinanderfolgende Termine spielt. Das gilt zumindest für die Menschen, die neben der Musik noch andere Aufgaben im Leben haben, so wie ich mit dem Studieren. Den ersten Teil unserer “This Town Is Mine”-Tour diesen Herbst haben wir schon hinter uns, der war diesmal etwas zerstückelter als im Mai, wodurch man zur Realität einen besseren Draht hatte. Teil zwei folgt jetzt am Mittwoch. Vier aufeinanderfolgende Tage sind glaub ich fast ideal.

Was sind deine nächsten Pläne, mit der Band und Solo?
Konkrete Pläne hab ich eigentlich nie, ich lasse alles auf mich zukommen. Ich nehme weiter Songs auf und veröffentliche Alben solang mich der kreative Drang (nicht der Blasendrang) am Morgen nicht verlässt. Die allerbesten Songs landen dann auf nem Album und dann zeig ich meiner Liveband die Songs und wir performen sie on stage. Ich freu mich jetzt schon auf die Aufführung der Songs des nächsten Albums. Jetzt ist aber natürlich erstmal das aktuelle im Fokus: “Lightspeed Your Body, We’re Going Downtown”.

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit The Bridport Dagger

Dienstag, Juli 14th, 2009

Lawrence Rice ist ein emsiger junger Mann aus London. Er spielt in einigen Bands, hat ein eigenes Plattenlabel, hat ein Studium als Illustrator abgeschlossen und designt lauter schicke Dinge, vom Plattencover bis hin zum Bandeigenem Tattoo (super Merch-Idee übrigens)… und was frühstückt er so? Der Toast wollte es wissen!

You can read the original interview in English here (plain text, no pics, so please have a look at the pics here on this page. The guys are very good looking.)

Wer bist du und wo bist du gerade im Moment?
Mein Name ist Lawrence Rice, ich spiele Gitarre in The Bridport Dagger, und wenn ich das nicht mache, dann schreibe ich Songs für mein Soloprojekt Little Hunter, oder meine zweite Band View of the Hawk, in der ich auch noch singe. Ich sitze gerade in meinem Schlafzimmer in Mile End, ich bin gerade von der Bandprobe zurück gekommen und check gerade meine emails, während ich darauf warte, dass meine Ohren wieder normal funktionieren.


Hörst du morgens schon beim aufwachen Musik? Wenn ja, welche?

Nein, normalerweise dusche ich erst mal, dann frühstücke ich und lese meistens dabei. Aber wenn ich dann das Haus verlasse, setze ich meine Kopfhörer auf und höre Musik. Ich denke, die Frage geht jetzt mehr in die Richtung “was hörst du auf deinem ipod”. Ich würde sagen, wenn ich nicht dringend in der Stimmung für was anderes bin, dann höre ich normalerweise Autechre. Ich habe mir ihren gesamten Back-Katalog runtergeladen und entweder ich höre etwas, was ich schon kenne oder ich such mir nach dem Zufallsprinzip ein Album aus und höre das komplett durch. Ich mag Autechre am Morgen, da in ihrer Musik genug Interessantes passiert, aber in den weniger melodiösen Momenten ist es sehr angenehm, es als Background Musik zu haben. Und es hilft mir beim denken.


Bist du ein Frühaufsteher oder ein Morgenmuffel?

Hm, eigentlich keins von beiden. Ich mag die Vorstellung, ein Frühaufsteher zu sein und wenn ich erstmal wach bin, liebe ich den Morgen. Es kann auch sehr konstruktiv sein, zusätzliche Zeit morgens zu haben (wenn man denn nicht auf Arbeit ist und dort seine Zeit verschwendet), aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer ausschlafen und ein bisschen Schlaf nachholen. Wenn ich aber zu lange liegen bleibe, fühle ich mich immer schuldig, weil ich so viel Zeit verschwende, und dann gerate ich in so einen Schuldkreislauf und bleibe noch länger liegen, weil ich ja eh schon den ganzen Tag verschwendet hab. Und je länger ich dann im Bett bleibe, desto schlechter fühle ich mich!!!

The Bridport Dagger
The Bridport Dagger, v.l.n.r., bzw. von hinten nach vorne: Lawrence, Arran, Jason

Hast du schon mal morgens einen Song geschrieben? Wie schreibst du deine Musik, was inspiriert dich?

Ich glaube nicht, dass ich schon jemals einfach aufgestanden bin und sofort in der Stimmung war, Songs zu schreiben. Normalerweise ist es so, dass ich sehr lange und sehr angestrengt versuche einen Song zu schreiben, ohne dass es zu etwas führen würde. Und dann gegen Ende des Tages, wenn ich schon dabei bin meine Gitarre weg zulegen, kommen mir die Songideen. In meiner Erfahrung kann es manchmal beim Songwriting echt hilfreich sein, wenn man verkatert ist und ich hab, was das betrifft, eine Theorie: Ich glaube, es liegt daran, dass die Gedanken nicht richtig fokussiert sind und es deshalb einfacher ist, sich zu entspannen, so als wäre der Teil deines Hirns, der dir normalerweise sagt, “Komm schon, schreib einen Song JETZT! Konzentrier dich, lass dir was Gutes einfallen” vom Alkohol unterdrückt, so dass der Rest von dir in Ruhe sein Ding machen kann.


Und wie ist der Songwritingprozess in The Bridport Dagger, wenn ihr alle zusammen arbeitet?

Es ist für gewöhnlich recht spontan. Natürlich gibt es Songs, bei denen jemand schon mit einem bestimmten Teil zu den Proben kam, aber das meiste richtig gute Zeug entsteht, wenn einer von uns auf’s Klo geht und die anderen einfach rumspielen bis derjenige wiederkommt. Derjenige kommt dann zurück und steigt mit ein. Es ist übrigens echt ein großartiges Gefühl, wenn du derjenige bist, der den Raum verlassen hat. Du kommst dann zurück durch den Korridor und du hörst diesen gedämpften Lärm, den du nicht erkennst, dann machst du die Tür auf und auf einmal ist alles klar … und dann greifst du dir deine Gitarre…


Einer der Songs auf eurer neuen Single heißt „Rock And Roll“. Wie müsste deiner Meinung nach ein guter Rock ‘n’ Roll-Song sein?

Du meine Güte! Also, Rock and Roll sollte im Grunde schlicht sein, er sollte also zuerst einmal einfach sein – eine richtig simple Gitarrenlinie, die einen denken läßt, “Gott, wie kann’s sein, dass mir das nicht eingefallen ist?” Er sollte nicht unbedingt schlecht gespielt sein, aber lass uns doch einfach mal sagen, dass technische Fertigkeit nicht im Vordergrund stehen sollte. Er sollte ehrlich, schnell, einfach und laut sein!


Woher kommt der Name „The Bridport Dagger“?

Also man kann das über Suchmaschinen herausfinden; es ist ein alter Slang Begriff: Es gibt eine Stadt an der Küste, in der Nähe von Cornwall glaub ich, die heißt Bridport. Dort haben sie früher sehr viel Seil hergestellt. Und die haben auch die Stricke hergestellt, die überall im Land dazu benutzt wurden, Leute zu erhängen. Und so wurde “getting stabbed by a Bridport Dagger”* der Slang Ausdruck für “erhängt werden”.

* (”von einem Bridport Dagger/Dolch erstochen werden”)

Das Tattoo von The Bridport Dagger

Was ist gerade dein Lieblingssong von den Bridport Dagger und warum?

Wir arbeiten gerade an ein paar Songs, die gerade richtig Form annehmen, aber von unseren derzeitigen Songs wäre es wohl Spanish One. Das war einer von denen, die ich gehört hab, bevor ich in der Band war und wegen dem ich deren Platte unbedingt veröffentlichen wollte. Ich finde, er zwingt dich einfach dazu zuzuhören; er ist sanft, verglichen mit einigen der anderen Sachen und er hat eine wirklich schwermütige Qualität, und einen großartigen Text. Es fängt an mit der Zeile “through the doorway, across the hall, they’re chasing my steps…” und geht genauso großartig weiter. Ich hab den mal in einer U-Bahn Station gehört, während ich von einem Bahnsteig zum anderen gelaufen bin und der hat einfach so gut zu den gekachelten Tunneln und den Gesichtern der Menschen gepasst…
Lawrence, Jason, Arran
The Bridport Dagger
v.l.n.r.: Lawrence, Jason und Arran

Was ist deiner Meinung nach das perfekte Frühstück nach einem Konzert und einer Nacht mit zu viel Alkohol und zu wenig Schlaf?

Keine Frage – Eier- und Speck-Sandwich! Das Brot sollte aus Vollkorn sein, oder was immer du zur Hand hast, mit so so vielen Kernen und Körnern wie möglich. Normales Weißbrot bringt’s nicht. Leicht getoastet und gebuttert. Dann 3 Scheiben guten Frühstücksspeck ausbraten, bis der Speck knusprig ist, dazu ein Ei, leicht verschlagen, und während es brät, zu einem Viereck falten, so dass es perfekt auf den Toast passt. Zuerst legst du den Speck auf eine Scheibe Toast, darauf kommt Brown Sauce, dann das Ei, dann Ketchup, und dann oben drauf die andere Scheibe Toast. Dazu einen Becher Tee (ohne Zucker) und ein paar Schokoladenkekse, nachdem das Sandwich verputzt wurde.

Hast du irgenwelche schlechten Frühstücksgewohnheiten?
Hm, ich weiß nicht recht. Da müßtest du wohl meine Mitbewohner fragen… Normalerweise, wenn ich Cornflakes oder Müsli zum Frühstück hatte, spül ich die Schüssel nur mit heißem Wasser aus anstatt sie richtig mit Spülmittel abzuwaschen, weil ich mir denke, sie wurde ja nur kurz benutzt. Zählt das? Vielleicht auch, dass ich absolut keine Bedenken hab, die letzte Milch zu verbrauchen anstatt sie für die anderen aufzuheben. Ich denk mir halt, wenn ich früher auf bin als sie, hab ich die Milch auch mehr verdient als sie.


Was sind deine nächsten Pläne, mit der Band und solo?

Also, ich hab nicht wirklich irgendwelche konkreten Pläne – mit Bridport Dagger sind wir gerade dabei unsere nächste Single “Slipped Disco” rauszubringen, auf meinem Plattenlabel Death Records. Ich war also die letzte Zeit damit beschäftigt das alles zu regeln.
Außerdem stehen für View of the Hawk demnächst einige Live-Termine an, oh, und ich glaube wir müssen uns für die Band einen neuen Bassisten suchen, weil der, den wir im Moment haben, einfach nicht die nötige Zeit hat. Das sind also so die zwei Hauptprioritäten.
Ich liebe mein Solo Zeug, aber ich hab da im Moment nicht wirklich Zeit für. Und ich finde es auch echt schwer mich dazu zu motivieren, Gigs dafür zu finden und Promotion zu machen, weil es so viel persönlicher ist und weil ich das eben ganz alleine bin, es schmerzt dann einfach so viel mehr, wenn man das Gefühl hat, dass keiner zuhört.


Die letzte Frage! Magst du irgendwelche Musik aus Deutschland?

Ich bin sicher, daß meine Freundin aus Bayern mir mal ein Tape einer Band namens Slut aus Deutschland vorgespielt hat. Aber ich hab die seitdem nie wieder gehört und ich bin sicher, daß meine Freundin, als ich sie das letzte Mal gefragt hab, sich nicht daran erinnern konnte. Ich besitze Kraftwerks “The Man Machine”, aber ich hab mir die noch nie angehört. Aber neulich hab ich einen ihrer Tracks gehört, “Tour De France”, und fand, der klang echt gut. Ich glaube, Can würden mir gefallen, aber zu denen bin ich einfach noch nicht gekommen. Eine Band gibt es noch, die ich noch gerne höre, auf die mich mein Freund Saif (der Schlagzeuger von View of the Hawk) gebracht hat, die heißen Colour Haze und ich glaube, der Gitarrist betreibt das Label Elektohasch Records. Das ist ‘ne schöne Sache, weil es so scheint, als würden sie versuchen, damit eine eigene Szene für ihre Musik zu schaffen, was immer gut zu sehen ist.

Fotos von Stew Ruffles
Übersetzung von Inga. 1000 Dank, Inga!

http://www.myspace.com/thebridportdagger

Die Single gibt es auf Vinyl ab dem 17.August, aber man kann die Songs jetzt schon als Download kaufen:
iTunes (Download)
7digital (Download)
Amazon (Download)
Norman Records (Vinyl)
HMV (Vinyl)

Playlist 07.07.2009

Dienstag, Juli 7th, 2009

1. Stunde
Black Time – The Days Are Too Long And The Nights Are Too Short
Kwes – Heart At Home
Found – Now We’ll Never Make The Playlist
Tigerbeat – Tongue Kung Fu
Dub Trio – Bay vs. Leonard
Hey-O-Hansen – Once
Major Lazer (feat. Mr. Vegas & Jovi Rockwell) – Can’t Stop Now
Nora Dean – Scorpion
DJ Graham B – Oye Mi Ritmo
The Lucksmiths – T-Shirt Weather (10.07., Prinzenbar)
Tripping The Light Fantastic – Paul And Linda (12.07., MS Claudia)

2. Stunde
The Beatles – Birthday
“About A Boy”, eine Kolumne von und mit Sebastian Dalkowski:
heutige Folge: “Jürgen, trink Kamillentee”

The Voluntary Butler Scheme – Tabasco Sole

   Interview mit Louis Lament
   Louis Lament – Pimp Bride With A Smoke Smile
   Louis Lament – On Fire
   Louis Lament – Something To Someone
   Louis Lament – Golden Fleece
   Mother Tongue – Always Forever
   Louis Lament – Have A Good Time
   Louis Lament – Your Alibi
   Louis Lament – My Dear Loneliness
   Louis Lament – Oh Darlin’
   Louis Lament – I Wanna Know

3. Stunde
Tschilp – Madonna

   Mixtape von Tschilp mit ihren Lieblingsliedern

   1.Experimental Dental School – Dark Stars In Daylight
   2.Blonde Redhead – Futurism Vs. Passeism Pt. 2
   3.Portishead – The Rip
   4.Halma – Opal
   5.Sonic Youth – Nevermind (What Was It Anyway)

Tschilp – Skametal
The Bridport Dagger – Slipped Disco
White Denim – Sex Prayer
The Helmholtz Resonators – Land Of Dreams
Frank Triolo – Ice Cream Baby

Vorschau 07.07.2009

Montag, Juli 6th, 2009

Morgen haben wir viel vor! Es wird auf jeden Fall das Tschilp-Mixtape gespielt, das ich leider letztes Mal zu Hause vergessen hatte. Aber fangen wir mal von vorn an, bzw. mit der ersten Stunde. Da wird gibt es Sommermusik geben (naja, wohl eher meine Vorstellung von Sommermusik). Um 7 Uhr ist Sebastians Komume dran und die heißt diesmal: “Jürgen, trink Kamillentee”. Danach gibt es ein Interview mit Louis Lament, die jetzt gerade ihr Debütalbum “Golden Fleece” auf TV Eye Records herausbracht haben. Vor einiger Zeit hab ich ein Interview mit ihnen gemacht, als sie hier in Hamburg spielten.
www.myspace.com/louislament
Und dann ab 8 Uhr kommt das Mixtape von Tschilp. Deren Debütalbum “Whole Days In The Trees” ist auch jetzt gerade rausgekommen, beim Hamburger Label Fidel Bastro. Es wird also ganz viel neue Musik morgen geben!
www.tschilp.org


Louis Lament backstage

Louis Lament backstage, nach dem Interview. Von links: Brian, Stefan, Pilo. Super Idee von mir, die Band neben einem gleißend hellen Getränkekühlschrank zu positionieren.

Interview mit Fulangchangandi

Samstag, Juni 20th, 2009

fulangchangandi haben in den letzten Sendungen nicht nur mir sehr gut gefallen. Deswegen wollte ich unbedingt mehr von ihnen wissen. Die Band besteht aus Nick Peel (Gitarre/Gesang), Stuart Gardham (Gitarre), Anthony Lander (Bass/Gesang) und Stu Harwood (Drums). Letzteren hab ich per Mail ein paar Fragen geschickt und hier ist das Ergebnis:

(You can read the english version of the interview on the Fulangs Myspace page in the blogs. Click here.)

Wer bist du und wo bist du gerade?
Ich bin Stu Harwood, der Drummer von fulangchangandi, und ich sitze im Wohnzimmer meiner Wohnung in Hackney, London.

Woher kommt euer Name, fulangchangandi, und was bedeutet er?
“Fulang Chang and I” ist ein Bild von Frida Kahlo. Was das Bild bedeutet? Nun, das muss jeder für sich selbst entscheiden!

Kannst du uns ein bisschen was von euren früheren Bands erzählen? Ich weiß, Nick hat vorher in Jesus Knives gespielt, was ist mit den anderen?
Stu G spielt hin und wieder in einer Band aus Manchester, La Haine. Das ist eine ziemlich heftige Band, die Postrock spielt. In Dunedin (in Neuseeland) spielen Anthony und ich (Stu H) seit 2002 in einer ziemlich verdrehten Popband, die The Tweeks heißt.

Wie habt ihr euch alle getroffen?
Ich bin Ende 2008 von Neuseeland nach London gezogen und hab mir die “Drummer gesucht”-Anzeigen im Internet angeschaut. Nachdem ich mir jede Menge grässliche Bands auf MySpace angehört habe und auf einigen echt fürchterlichen Auditions war, hab ich dann Stu G und Nick kennen gelernt. Wir haben gejammt, was wirklich großartig war. Und da sie noch einen Bassisten suchten, hab ich ihnen gleich meinen Kumpel Anthony vorgeschlagen. Am selben Abend waren wir dann noch alle zusammen gemeinsam im Pub. Anthony ist letztendlich in der Band gelandet, ohne vorher eine einzige Note gespielt zu haben.

Und wie sieht dein Leben aus, wenn du keine Musik machst?
Ziemlich langweilig. Ich bin der Typ Mensch, der im Urlaub immer ganz unruhig wird, wenn er mal eine Woche lang nicht am Schlagzeug sitzen kann. Ironischerweise, denn meine Nicht-Musiker-Freunde finden das im Urlaub immer langweilig. Ergibt das einen Sinn?

fulangchangandi

fulangchangandi

Wie würdest du eure Musik beschreiben?
Auf gewisse Art sind wir schon minimal. Vielleicht nicht unbedingt, was die Arrangements betrifft, aber wir mögen es, einige kleine musikalische Ideen zu nehmen und dann zu versuchen, diese so weit es geht zu entwickeln. Um ehrlich zu sein, wir alle scheinen doch lieber die schrägen, seltsamen und rauen Ideen zu mögen, als die offensichtlicheren und schöneren.

Wer hat musikalisch Einfluss auf euch?
In der Band hat natürlich jeder seine eigenen Favoriten, aber ich denke, wir können uns schon auf einige Bands einigen, die wir alle toll finden, wie zum Beispiel Slint, Shellac, My Bloody Valentine und Operation Rolling Thunder

Habt ihr interessante Nebenprojekte oder kennt ihr Bands, die wir unbedingt hören müssen?
Hahaha, ja natürlich, jede Menge! Die Londoner Noiserock-Szene ist voll von großartigen, wirklich großartigen Bands. Hört euch unbedingt Silent Front, One Unique Signal und 85 Bears an, die werden euch umhauen! Und einige Bands aus Neuseeland, die wir auch sehr mögen, sind zum Beispiel HDU (oder High Dependancy Unit), Operation Rolling Thunder, The Clean, und The Verlaines

Wie war das, als ihr jetzt die EP aufgenommen habt?
Das war ganz großartig! Einer meiner Freunde von zu Hause, Hugh Harlow, ist Dozent an der School of Audio Engineering Studies und hat dort mit uns aufgenommen. Anthony und ich kennen ihn schon seit Jahren, so war es zumindest für die Hälfte der Band eine sehr angenehme Sache, mit ihm aufzunehmen. Wir haben es geschafft, alles an einem einzigen Tag zu machen und hatten am Ende sogar noch Zeit, um einen trinken zu gehen.

Wo kann man hier in Deutschland eure EP bekommen? Oder ist das eine doofe Frage, weil heutzutage keiner mehr Platten kauft?
Hahaha! Nee, das ist keine doofe Frage! Viele Leute kaufen noch Platten! Ich bin ja so der Typ, wenn ich mal ein Album auf Pirate Bay oder wo auch immer nicht finde, dann kaufe ich es bei iTunes. Ich hasse die CD als Tonträger, ich finde, es ist ein abscheuliches, wirklich abscheuliches Format, was von dieser Erde verbannt werden sollte! Ich liebe Vinyl, aber mein Plattenspieler ist noch in Neuseeland… Ich mag Mp3s. Aber über die hälfte der Leute, mit denen ich zu tun habe, kauft CDs und Vinyl und würden niemals was illegal runterladen. Schon komisch irgendwie…
Unsere Platte kann jeder kostenlos bekommen, man kann sie hier runterladen:
www.last.fm/music/fulangchangandi/fulangchangandi+EP

Und habt ihr schon Pläne für ein paar Konzerte in Deutschland?
Ich würde sehr gerne mal bei euch spielen! Ich hatte das wahrscheinlich lustigste Wochenende meines Lebens in Berlin, so vor 4 Jahren war das. Einige meiner Freunde haben auch schon in Deutschland gespielt und sagen, dass das dort wohl die besten Konzerte überhaupt waren (echt, ungelogen!). Allerdings sind wir eine noch ziemlich junge Band und haben bislang noch keine Kontakte zu Promotern/Managern/Industrie-Wichsern. Hallo ihr Promoter da draußen! Halllloooo!!!!!

www.myspace.com/fulangchangandi

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit The Dials

Dienstag, Juni 9th, 2009

Nachdem The Dials ein sehr schönes Morgenminimixtape für den Toast compiliert haben, haben sie sich den Roggen Roll-Frühstücksfragen gestellt.
Los geht’s:

Wer bist du und wo bist du gerade?
Ich bin Andy T, der Keyboarder von The Dials. Ich sitze hier gerade im Sonnenschein an der Küste von Brighton. Aber da es England ist, wird es wohl gleich anfangen zu schneien.

Hört du Musik, wenn du morgens aufstehst? Und wenn ja, welche?
Ich höre das, was gerade im Radio läuft, wenn mein Wecker klingelt, meistens ist es scheußliche 80er Jahre Musik. Aber Sonntags ist Jazz-Tag und da gibt es Musik von z.B. Miles Davis, John Coltrane, Charles Mingus oder Jimmy Smith.

Bist du ein Morgenmuffel oder Frühaufsteher?
Ich bin ein “den ganzen Tag”-Muffel! Grrr.

Hast du schon mal einen Song am frühen Morgen geschrieben? Was inspiriert dich zum Song schreiben?
Ich hab noch nie morgens nach dem Aufstehen einen Song geschrieben. Inspirierend finde ich es eher, schön lange auf zubleiben, bis die Sonne aufgeht.

Von den Dials kommt jetzt Im Juni ein neues Album heraus, Companions Of The Rosy Hours. Kannst du uns ein bisschen was darüber erzählen?
Es ist unser 2. Album und wir sind sehr glücklich damit. Es ist sehr unterschiedlich geworden, fast wie ein sehr gutes Mixtape! Der Name des Albums kommt aus dem Buch Greenmantle, in dem die Companions Of The Rosy Hours eine Band aus lauter Wandermusikern sind, aber in Wirklichkeit sind es Spione!

The Dials

The Dials, nicht beim Frühstück, sondern eher bei einem ziemlich frugalem Snack


Was ist deiner Meinung nach ein gutes Frühstück, wenn ihr auf Tour seid und am Abend zuvor etwas zuviel Rotwein hattet und zu wenig Schlaf? Was tut dir an diesen Morgen gut?

Ein schönes, englisches Frühstück mit Speck, Eiern, baked Beans, Tomaten und geröstetem Brot, dazu einen Becher Tee und die Zeitung. Und Led Zeppelin 3.

Gibt es bei euch schlechte Frühstücksangewohnheiten in der Band?
Martin, unser Sänger, besteht drauf, alles mit einer Menge Schmalz zu braten! Das mag vielleicht ganz gut schmecken, aber ich bin nicht sicher, ob er es so damit bis zum nächsten Album schafft.

Habt ihr in Brighton irgenwelche leckeren Frühstücksspezialitäten? Und hast du irgendwelche Tipps für Leute, die in den Urlaub nach Brighton fahren?
Ich fürchte, Brighton ist nicht gerade als Frühstücks-Hochburg bekannt, wohl auch wegen der vielen Leuten, die die ganze Nacht durchfeiern und dann bis zum Nachmittag schlafen. Aber Frühstück am Strand ist immer toll, egal in welcher Verfassung du gerade bist.

Gibt es Bands aus Brighton, aus deiner Nachbarschaft, die man sich mal anhören müßte?
Pidge, unser Schlagzeuger, spielt noch in einer anderen Band, Thieves By The Code. Ich würde ja gerne sagen, sie sind furchtbar, und er soll lieber seine Zeit mit uns verbringen, aber leider sind sie es nicht, sie sind nämlich wirklich gut.

Kennst du Bands oder Musik aus Deutschland?
Can sind großartig und natürlich kenne ich auch Kraftwerk.


www.thedials.co.uk
www.myspace.com/thedialsuk

Das Album Companions Of The Rosy Hours erscheint in Deutschland am 26. Juni und ist u.a. über Cargo Records zu beziehen.

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit The Sea (UK)

Donnerstag, April 16th, 2009

Jetzt in Deutschland unterwegs sind zur Zeit The Sea aus England, genauer gesagt, sie kommen aus Newquay in Cornwall. Und sie müssen wohl korrekterweise The Sea (UK) genannt werden, da es ja noch The Sea aus Hamburg gibt… so was…
“Unsere” The Sea, das Brüderpaar Peter und Alex Chisholm, haben eine ganz tolle Platte mit auf Tour dabei, ihr Debütalbum “Get It Back”, das einen morgens so wunderbar wach machen kann, so dass ich ihnen heute morgen ein paar Fragen geschickt habe. Und Peter, der Gitarrist und Sänger hat sie ruckzuck zurückgeschickt. Und ein Mixtape hat er auch für den Toast compiliert, das hören wir am Dienstag. Und am Samstag, den 25., gehen wir alle in den Grünen Jäger und bewerfen die Band mit Teebeuteln, damit Peter nicht immer so schlecht morgens wird.

www.myspace.com/theseasounds


I think your album “Get It Back” is perfect for getting up in the morning. How would you describe your music to a bunch of sleepyheads, who hasn’t heard your music before?

OK, here we go… our music is the sound of two guys playing the hell out of their instruments, its pop, its rock and everything else in between.

The Sea (UK)
Peter Chisholm (Gitarre) und Alex Chisholm (Drums)

Do you listen to music in the morning when you wake up? What kind of music?
Alex listens to “Easy” by Lionel Ritchie, I listen to “Rock and Roll Star” by Oasis.

Are you an early bird or a morning grouch?
Alex is a grouch, definitely don’t expect a smile before midday, I quite like the early mornings in a city when no one else is awake, usually this means I haven’t been to bed yet and I’m on my way back from a night club…

Have you ever written a song in the morning? Can you be creative in the morning or is your time the night time?
Errrr, it depends what mood I am in. I have written stuff in the mornings before (”Love Love Love” from our album was written in the morning)

How do you write your music? What inspires you?
The same as every song writer, heart break, joy and everything in between, falling in love is always a good time for writing songs.

Do you know any music or bands from Germany?
Yeah, a really good up and coming band called please.me I was played some of their stuff the other day and it rocked.

What in your opinion makes a good breakfast after a gig with too much booze and less sleep? What cheers you up on those mornings?
More booze :-) Actually I am going to have to say a full english breakfast, it makes you feel great when you’re eating it but afterwards it makes you feel sick!

Are there any bad breakfast habits in the band?
Yes.. I always have a coffee in the mornings but I don’t really like coffee, I like the smell but it actually makes me feel really wired and strange, I spend the next hour asking everyone why I keep doing it???

Interview mit The Magnificent Brotherhood

Dienstag, April 7th, 2009

Passend zum Mixtape gibt es diese Woche ein Interview mit Kiryk von den großartigen Magnificent Brotherhood … die Psych-Garage-Punk Antwort auf den sonntäglichen Tanztee … oder so ähnlich.
Wer also gerne Beine und andere Körperteile schwingt, sollte sich unbedingt am Ostersonntag auf den Weg ins Headcrash machen.
Zuerst aber hier das Interview:

Für alle die euch noch nicht kennen, wer seid ihr, woher kommt ihr, seit wann gibt’s euch?
Wir sind “The Magnificent Brotherhood” aus Berlin und uns gibt es (zumindest in dieser Besetzung und unter diesem Namen) seit Januar 2007.
Wir machen elektrischen Tanz-Rock. …oder so was… Ich spiele Gitarre und singe. Mein Bruder Erik spielt Orgel (nein, keine Hammond; eine Farfisa Compact!) und singt. Jan und Lars spielen Bass und Drums.

Euer Name war ursprünglich um einiges länger. Wie kam’s zu der Kürzung?
Ja, wir hießen ursprünglich “The Magnificent Brotherhood of Eternal Love and The Happiness’s Close Companions”. Das passte zu dem amerikanischen 60s West-Coast-Sound den wir anfangs machten, mit seinen ausgedehnten Instrumental-Passagen. Es war eine Reminiszenz an die alten Bands der Bay Area, aber auch eine Persiflage auf Bandnamen wie Creedence Clearwater Revival, Quicksilver Messenger Service, Peanut Butter Conspiracy etc. Heute konzentrieren wir uns eher auf die Songs und ihre Melodien, weniger auf Instrumental-Passagen. Die Songs sind einprägsamer, kürzer geworden …und eben auch der Name. Obwohl dieser für Neulinge immer noch kompliziert genug ist.

The Magnificent Brotherhood
Ohne irgendwelche Genres zu nennen, wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Wir machen in erster Linie Partymusik, also Tanz-Musik. Ich denke sie ist sehr organisch und eher bauch- als kopfgesteuert. Die Menschen sind heutzutage daran gewöhnt, daß sie sich eine Band “anschauen” und anschließend zum DJ “tanzen”. Wir versuchen das zu ändern. Meistens klappt das glücklicherweise auch. Vielleicht liegt das an den vielen Uptempo-Nummern, die wir spielen. Wir wollen, daß die Menschen eine gute Zeit haben und im Bestfall eben tanzen und sich gehen lassen. Ich glaube das hört man unserer Musik auch an.

Was ist euer musikalischer Background?
Erik hat schon relativ früh angefangen Klavier zu spielen. J.S. Bach hat es ihm sehr angetan; und wenn man Bach mag, kommt man an einer Orgel nicht vorbei. Nun ist es ja aber so, daß niemand zu Bach abtanzt. So kam Erik zur Rockmusik der 60er, in der die Orgel ja ein wichtiges Instrument ist. Ich habe irgendwann die Plattensammlung meines Vaters entdeckt und war (damals noch ein 14 jähriger Run DMC-Fan) davon ziemlich geflasht. Ich bekam eine Gitarre, lernte 3 Akkorde und spielte jeden Song, den ich hörte mit eben diesen 3 Akkorden nach… Heute kenne ich 4 Akkorde und das reicht zum Rocksongs-Schreiben mehr als aus.

Gibt’s bei euch eigentlich einen Bandleader oder geht’s bei euch eher demokratisch zu?

Demokratie ist etwas für Politiker und andere Heuchler. Meiner Erfahrung nach gibt es so was eh nicht, wozu dann so tun als ob das funktionieren würde. Wir haben früher versucht gemeinsam Songs zu schreiben, jedoch haben wir uns dabei eher behindert als gegenseitig inspiriert. Erik schreibt seine Songs und ich meine. Dann treffen wir uns im Übungsraum und basteln dann höchstens an Kleinigkeiten gemeinsam. Ich weiß, das hört sich jetzt nicht sehr romantisch an, aber so klappt das nun mal am besten und die Band bekommt einen eigenen Sound. Das wussten aber schon viele, viele Musiker vor uns…
Alles andere was die Band betrifft, entscheiden wir natürlich gemeinsam, bzw. es entscheiden die, denen die jeweilige Sache am meisten am Herzen liegt. Das kommt alles ganz natürlich; wir versuchen strenge Regelungen zu vermeiden.

Was macht ihr lieber, live spielen oder im Studio an Songs werkeln?
Wir machen beides sehr gern. Das Studio-Ding ist natürlich ein kreativerer Prozess. Live zu spielen bedeutet ja das Überlegte “nur” wiederzugeben. Aber der fünfte Mann (oder Frau) in der Band ist nun mal das Publikum. Ohne die Energie des Publikums ist es im Studio manchmal schwierig. Da fehlt dann einfach was. Das kompensiert man dann mit Arrangements etc. Live sind Sachen möglich, die im Studio einfach nicht funktionieren und umgekehrt genauso. Beides ist auf jeweils seine Weise aber sehr cool.

Auf eurer Seite kann man erfahren, daß ihr gerade an einem neuen Album arbeitet. Wie steht’s damit? Wann kann man mit der Veröffentlichung rechnen?
Aufgenommen wurde das Album schon im Februar. Die Veröffentlichung war zunächst noch vor dem Sommer angesetzt, jedoch haben wir beschlossen das Ganze nach dem Sommer zu starten, weil wir sehr bald ein Live-Album herausbringen und einige Singles im Sommer. Das wären dann einfach zu viele Sachen auf einmal.
Bei dem Live-Album handelt es sich um einen Mitschnitt unseres Auftritts beim Burg Herzberg Festival 2008. Ich glaube es gibt einen ziemlich authentischen Eindruck eines unserer Konzerte wieder, da wir beim Auftritt selbst nicht wussten, daß mitgeschnitten wird, geschweige denn, daß daraus mal ein Live-Album würde. Bei der Auswahl der Songs haben wir darauf geachtet jene zu nehmen, die noch nicht auf Platte erschienen sind. Unter anderem ist eine recht lange Version eines H.P. Lovecraft-Songs drauf: “The Drifter” .

Ihr wart kürzlich Support von Sky Saxon (Sänger der Seeds). Mit welchen anderen 60s Helden würdet ihr denn gern mal zusammen spielen? (Können auch Leute/Bands sein, die’s nicht mehr gibt.)
Da gibt es sehr viele Leute, doch würde ich natürlich lieber mit einem 19-jährigen angeturnten Phil Lesh (Grateful Dead) jammen als mit dem Rentner-Lesh von heute. Viele Bands, die wir gut finden, gibt es eh nicht mehr oder sie machen mittlerweile grausige Musik. Ich würde mich aber mit ein paar Leuten mal zu gern über das Komponieren unterhalten. Beispielsweise mit Sean Boniwell von The Music Machine oder Bands wie den Zombies, Kinks, Byrds oder natürlich den Beatles. Jedoch glaube ich nicht, daß das heute wirklich Früchte tragen würde. Deren Songs, die wir mögen, wurden zu einer Zeit geschrieben, in der die Komponisten eine positive jugendliche Naivität besaßen. Ich glaube man schreibt ganz andere Songs, wenn man in einer Villa sitzt als in einer WG oder der elterlichen Garage. Alles hat Einfluss, auch auf die Art wie man spielt, da bin ich mir sicher.

Ihr seid ja mit der Band doch schon ganz schön rumgekommen. Wo tourt sich’s denn am schönsten? Und was war euer bisher bestes/schönstes Konzert?
Spanien ist definitiv super! Die Sonne scheint, die Leute sind verrückt und wenn man Hunger bekommt, kann man sich ein paar Feigen vom Baum pflücken. Auch sonst gibt es dort alles was man so braucht… Die Menschen in Holland sind auch super nett.
Jedes Konzert ist anders schön. So gesehen gibt es nicht DAS schönste Konzert, aber Gigs wie der letztes Jahr in Barcelona oder auf dem Burg Herzberg Festival waren wirklich ein Riesen-Spaß. Natürlich spielen wir auch gern zu Hause in Berlin, weil man uns dort kennt und mittlerweile ganz genau weiß worum es bei uns geht. Es gibt aber auch Gigs, die sind auf andere Art und Weise unvergesslich. Z.B. haben wir einmal auf einem Grundschul-Festival gespielt. Die Kiddies sind dermaßen ausgeflippt, daß es schon fast scary war …aber sehr lustig!

Und wie ist es in Hamburg? Habt ihr hier eher gruselige oder schöne Erfahrungen gemacht?
Die Hamburger können wirklich gut feiern und zwar nicht nur beim Konzert, sondern auch noch lange danach. Wir kommen immer wieder gern nach Hamburg. Bin schon gespannt was diesmal passieren wird…

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit The Boxer Rebellion

Dienstag, März 31st, 2009

Am Donnerstag, den 2.April, spielen The Boxer Rebellion aus London im Hamburger Headcrash. Todd, der Gitarrist der Band, hat dem Toast vorher einige Roggen Roll Frühstücksfragen beantwortet:


You just released your album “Union”. How would you describe your music to a bunch of sleepyheads, who hasn’t heard your music before?

Its music to wake up to! I can’t really describe our music without fear of it sounding prog, which it certainly is not.

Do you like music in the morning? What do you prefer?
I used to wake up to Frank Zappa every morning. I had a stereo that automatically switched on and started playing a CD, it was pretty cool but i don’t have it anymore. You haven’t lived until you’ve woken up to St Alfonso’s Pancake Breakfast.


The Boxer Rebellion

(weiterlesen…)

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit Roy Shiels

Mittwoch, März 11th, 2009
Roy Shiels, der diese Woche auch das Mixtape zusammengestellt hat, hat dem Toast die Roggen Roll Frühstücksfragen beantwortet:

Who are you and where are you at the moment?
My name is Roy Shiels. I’m a 27 year old singer songwriter & musician from Dublin, Ireland.

Please tell us something about your current work. How would you describe your music?
I write and record alone using a digital ten track recorder. I use acoustic guitar, electric guitar, bass, keys or drums to start an idea and go from there. Lyrics are always the last thing I write and melody is most important to me.

Roy Shiels
Are you an early bird or a morning grouch?
Morning grouch! Stay out of my way in the morning, it’s safer :P I prefer to stay up late and to write in the quiet.

What inspires you to write songs?
Life. Billy Corgan. The Smashing Pumpkins and all other music I love. People in my life. Life experiences.

Do you like music in the morning? What kind of music do you prefer?
Yes. I like alternative music the most though I try to be as eclectic as possible.

Do you have a favourite song to wake up to?
No.

Do you know any music/bands from Germany?
My friend’s band are in Berlin, Germany for the last few years. They’re a reggae/dub band called Unite Tribe but they’re Irish so I don’t think they count as German :P

What is your favourite breakfast, rolls or muesli, coffee or tea or…?
Cereal & toast.

Please tell us something about your future work.
It will be even better than my current work :)

 

www.myspace.com/royshiels

Interview mit Cherry But No Cake

Mittwoch, März 4th, 2009

Im letzen Jahr haben Cherry But No Cake ihr Album “Human Frailties” veröffentlicht. Viele Songs liefen hier schon beim Toast und es werden sicher noch mehr werden. Ein schöner Grund, mal zu kucken, wer diese Kirschen sind und wo sie herkommen und ob sie Kuchen mögen.

 

Who and where are you?

Sebastian: I’m Sebastian Durkin drummer for Cherry But No Cake, currently situated in London.

Chris: I’m Chris, I moved here (London) almost 10 years ago from Paris.

 

How would you describe your music?

Sebastian: Like a war on nice. Its loud and abrasive but with a sense of humor. It was, and still is always important not to take ourselves too seriously. Obviously you want to take the music seriously and be passionate about what you do, but without disappearing into your own arsehole… we like to have fun at the same time as writing good songs.

Chris: Well, it depends on the mood we’re in (or the mood I’m in most of the time). Loud and melodic, often melancholic, sometimes dark. There aren’t any musical boundaries, so we play 5 minutes instrumental heavy rock songs as well as short twisted pop ones. I like the idea of musical freedom, whether listening to or playing music. I love Shellac and the Melvins but also Built to Spill and Pavement. Sometimes we end up in the middle, other times in a specific corner. Add a sense of humor, and there you go! I like well arranged songs, so we always try to work in that direction.

 

How much you are involve in music? Do you have to do a day job at a petrol station?

Sebastian: Fortunately not, I’m actually lucky enough to work in a recording studio. I make a lot of tea and coffee and flirt relentlessly with clients. Unsurprisingly I like a music a quite a bit, so its great to be surrounded by musicians constantly.

Chris: I do have a demanding job, but I’m lucky enough to be able to schedule my own working hours, so I can make time for music. I’m a restaurant manager, so there’s absolutely no connection with music, although I do have to endure hearing shit tunes at work all the time! hahaha!
Most important, my job is secondary in my mind. So if it becomes necessary, I’ll quit (again).

 

What is the reality of being in a band?

Sebastian: That you end up hating your friends because you never meet their ambitious requirements. Ha. Not really I guess the reality is that its hard plain and simple, I can only speak from the perspective of somebody that’s been in bands in London but it’s a big city and there is
a lot of competition. It’s also very fractured in terms of a sense of musical community. We’re trying to put that right though.

Chris: It’s a constant compromise, on a human level anyway. I’ll always be demanding with Seb and Dom in regards to what I’d like us to achieve, but I also want to maintain a healthy balance between love and hate! Hahaha! Fortunately, we’re all good friends, Seb and I even live together, he’s a bit like my little brother. I guess we’ve learned to know each other and found a way to keep a fair amount of harmony in the band. Above all, I think we’re determined to keep going, and are pretty happy with what we’ve achieved so far (not much but it’s there).
I couldn’t play in a band just for the sake of it. We must share a certain musical mindset. Seb and I are pretty much surfing on the same wave. It’s utterly important to endorse a common state of mind.

 

You live in London, does this influence your music and lifestyle?

Sebastian: I think that ultimately a person’s surroundings are always conducive to their creative output. On a basic level things like the cost of living or the weather always make a difference to your mood and immediate environment, but in a greater sense the subtle or less obvious elements of living in a city like this have a huge impact. Chance encounters with French men for instance have influenced ‘my’ music and lifestyle greatly.

Chris: Not really. Music is a way of dealing with an overflow of emotions in my case, so I just sit at home with my guitar, smokes, whisky, and try to let some shot come out. Basically.I think I’d write the same songs living anywhere else.

 

Are there any bands from your area you can recommend?

Sebastian: Roll Call For The Second Site, Yokozuna, Bo Ningen, One Unique Signal, The Lakes, You Me The Switch, The Cathode Ray Syndrome, The Jesus Knives.

Chris: On top of those above, hmmmm… Jedathan, Conmungos, Ntwin, Hypos, Danisco for beauty, Shub!

 

Please tell us something about the Theremin and the story behind why do you use it in your music.

Chris: I love that shit! I love fucking around with sound in general, but being the only guitarist and main vocalist I have little time to raise hell with my thermin and other shit. I’d love to though! So we’re about to write some songs with 2 drummers and another guitarist. So I can really have fun with my toys!

 

How can I get your CD if I live in Germany?

Sebastian: Come to London and buy it! Or send us an amazing picture that we will cherish forever and we’ll send and album back.

Chris: Well, you can send us some money through paypal, or send us a cheque. It’s only £5. But hopefully, we’ll soon come to visit you guys.

 

What was the last CD you bought?

Sebastian: Not sure it’s been a while ummmmm, I think it was a ‘Wire’ album.

Chris: It’s been a while. We usually trade Cd’s with bands we play with. I bought Humanfly’s LP when we saw them a few months ago. Good stuff!
And I just got hold of Yokozuna ’s “Rare Nurse” EP. great shit!!!!!!! I love them.

 

What is your favourite cake? Do you have a favourite frosting on a cake?

Sebastian: I particularly like Carrot Cake, its odd because its primary ingredient is a vegetable. How many other cakes are made from vegetables? To get back to carrot cake… it has the best frosting ever – Cream Cheese.

Chris: I like pear and chocolate tart a lot. And raspberry stuff.

 

www.myspace.com/cherrybutnocake

Attacke der Killerkirschen!

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit Dave Wrangler

Dienstag, Februar 24th, 2009

Dave Wrangler – Dieser Name taucht immer wieder in den Playlisten hier auf dieser Seite auf. Der 28jährige Texaner ist Musiker, Produzent, Remixer, DJ und hab ich was vergessen? Jetzt hat er gerade sein erstes Album “Heads Up Houston” fertig gestellt, kostenfrei auf seiner Webseite www.headsuphouston.com zu bekommen. Also war es mal an der Zeit, ein Interview mit ihm zu führen!

Who are you and where are you at the moment?
I am Dave Wrangler, and I consider myself to be an artist that happens to working in the musical realm at the moment. I compose and produce music of all kinds, work with video, DJ, and play a few instruments.

Are you an early bird or a morning grouch?
I am very much an early bird. I cannot wait to get out of bed every morning. In fact, I silently consider sleep to be my number one enemy. If I didn’t have to sleep 5-8 hours per day i could accomplish so much more in a shorted period of time!

How do you start your day, what are the first things you do on waking up in the morning?
I start my day by opening my beat up Macbook and checking my email. After checking in on what the universe delivered to my inbox during the evening hours, I will head to the gym to train. Upon return I will shower, make myself breakfast, and scour the internet to find new posts about anything I’m involved in. I may have a graphic design project that I need to pick up on music to send out. Also, I am in my final year of studying marketing and international studies at a private university here in my city-so I may head off to school shortly after.

Do you like music in the morning? What kind of music do you prefer?
I love to hear music in the morning. Typically in the mornings, I like to listen to instrumental music, or really laid back hip-hop. For the most part I like to keep a steady heart rate, so nothing to fast or aggressive.

What music or band did you hear this morning?
I never burn CDs to listen to in my car unless they are rough drafts of songs or mixes that I’m working on. Today was the mix that I did for ByteFM. I’m handing it out at my gigs over the next few weeks so I want to make sure everything is EQ’d properly and on point. I really try to not rush things anymore as I’ve done in the past. It’s so easy to get excited about a project and put it out into the universe before it’s really had a chance to ripen to it’s fullest potential. That’s something that I’m definitely getting better at doing.

When does your morning starts if you were DJ’ing the night before?
First a glass of water. Then it usually picks up in the same fashion – just with a bit of moaning and groaning. I have a very hard time sleeping past 9 am regardless of when I went to bed. Also, it’s tradition that I eat Mexican food after a night of DJing. It’s the best hangover remedy around!

Can you be creative in the morning or is your time the night time?
I went on a trip to Costa Rica with a good friend two summers ago and really found much of my inspiration on this trip. It was my 27th birthday and I was sitting on this amazing beach listening to music in my headphones. I will always remember, I was listening to “Juicy” by Notorious B.I.G., and I felt like a transformation was happening. At the time I was working in the house music arena; which I found to be spiritually draining. I felt like there was so much that I knew about the world, music, and myself that I wasn’t expressing. At that point, I made a myself a solemn promise to avoid being confinement to any one thing, group, or person. My personal philosophy is centered around the idea of freedom from constraint.

Do you dream of music sometimes?
This question… I am constantly thinking about music, at the very least in my subconscious; similar to the way a computer is idle but still working and computing and running algorithms.

What is your favourite breakfast, rolls or muesli, coffee or tea or…?
My favorite breakfast would have to be fresh carrot juice, oatmeal with soy milk, egg whites with avocado and a blueberry waffle with honey and peanut butter.

Other interesting projects?
I’m currently working on putting together a label called “Modern Day Love Songs.” In my opinion, all timeless music comes from the joys of love or the despair that is left when love is gone. The first releases will be of Dave Wrangler, You(genious) and an EP from my deceased grandfather, Lefty Van Taft. He was a brilliant rock & roll singer/guitarist in the 60s that couldn’t overcome alcoholism; which ultimately killed him. After he died last year, several reel-to-reel tapes of his original music were discovered.
At the moment that are all being transferred to a digital format. It never got released, so I’m going to work my magic and release it myself. I’m really excited to offer this to the world!

 
www.davewrangler.com
www.myspace.com/davewrangler
www.headsuphouston.com

Roggen Roll-Frühstücksfragen mit John Q Irritated

Donnerstag, Februar 19th, 2009
Von John Q Irritated haben wir schon einiges beim Toast gehört, von den beiden Alben “5 Days Of Flat Water“. und “To Your Letter Of June 29th”, denn der Toast hat hier eine neue Lieblingsband gefunden! Große Begeisterung! Und deswegen hier jetzt die Roggen Roll Frühstücksfragen mit Dirk Hess, bzw. John Q! (hier jetzt eine Fanfare hindenken) (oder zumindest einen kleinen Tusch):
 
Wer bist du und wo bist du gerade?
Ich bin ein gerade schokoladenkuchenfrühstückender Musiker vorm Computer…

Gibt es einen Ort, an dem du jetzt lieber wärst?

Auf dem Hochkönig, oder dem Watzmann… mit angeschnallten Skiern :-)

Bist du eher ein Morgenmuffel oder ein Frühaufsteher?
Das kommt ganz darauf an, was ich am Vortag gemacht hab, und was ich heute noch vorhabe.

Hast du morgens schon Songideen? Was inspiriert dich zum Songschreiben?
Songideen kommen mir meist beim Gitarre spielen, und eher spät am Abend. Definitiv super funktioniert unglücklich verliebt zu sein, aber das ist natürlich kein gesunder Dauerzustand. Ansonsten inspiriert mich alles, was mich irgendwie bewegt bzw. bewegt hat.

Brauchst du zum Musik machen (spielen, schreiben) eine bestimmte Stimmung?
Musik braucht definitiv Ruhe, Musik machen, wenn um einen herum Lärm ist, geht nicht, denn dann haben die Töne keinen Platz. Mit Lärm meine ich aber nicht, ein feierndes Publikum, sowas ist für mich Teil der Musik!!

Kommt in deinen Träumen Musik vor?
Träume vergesse ich leider immer sofort, aber manchmal wacht man ja mit einer Melodie auf, also vermutlich ja.

Magst du morgens schon Musik hören? Was hörst du da am liebsten? Was hast du heute morgen für Musik gehört?
Fröhlichen Studio1 Reggae & Rocksteady. Wenn wir nen John Q Auftritt an dem Tag haben, auch gerne New Orleans Klassiker wie z.B. The Wild Tchipitoulas.

Gibt es Musik, die dich sofort in gute Stimmung versetzt, die dir gut tut, egal zu welcher Uhrzeit?
Die gibt es, nämlich “gute ehrliche Musik”, die tut immer gut.

Roggenbrötchen, Toast oder Müsli zum Frühstück? Kaffee oder Tee?
Neuerdings Schokoladenkuchen. Kaffee und Tee, und frisch gepressten Orangensaft.

Was frühstückt man eigentlich in New Orleans so?

Bei mir gab´s immer Kaffee und Donuts oder Beignets. Und an Weihnachten haben wir dann die aus der Heimat geschickten Lebkuchen und Stollen verdrückt ;-)

John Q Irritated

Roggen Roll – Frühstücksfragen

Mittwoch, Dezember 3rd, 2008

Vor kurzem gab es ein Mixtape hier beim Toast, compiliert von Ben, dem Sänger und Gitarristen von Elfred And The Uber Peas. Jetzt habe ich ihm einige Roggen Roll-Frühstücksfragen gestellt:

Who are you and where are you just now?
Hello. My name is Benjamin Brown. I am a human being. And I write/sing/play songs for Elfred & The Uber Peas. At the moment it is 02:14 am and I am at home, in England.

Are you an early bird or a morning grouch?
I’m a bit of both. If I have to wake up early, I dont like it. BUT I’m normally still awake in the morning. Its now 02:16 am and I feel gooood!!

Do you dream of music sometimes?
Yep. The other night I dreamt that I could hear a church gospel choir and I really wanted to find them. But I couldn’t. :-(

Have you ever written a song in the morning? What inspires you to write a song?
Most of my songs are written in the early hours in the morning. Normally if I can’t sleep. Its because I’m thinking. And if I’m thinking about something its often worth writing a few words about it. And then putting it in my pocket, perhaps to read again. ORRR a whole song come out in one go.

I can be inspired by anything and everything.

Things I’ve felt, feel, want to feel.
Things I’ve experienced, experience, want to experience…

Life. And everything in it!

Do you like music in the morning? What kind of music do you prefer?
I like music in the morning. I normally listen to Bob Dylan. Or Nat King Cole.

Do you have a favourite song to wake up to?
‘Mama You’ve Been On My Mind’ – Bob Dylan

What music or band if any did you hear this morning?
I heard my brother singing. And the birds outside my window.
And then I put on ’stranger son of wb’.

What is your favourite breakfast, rolls or muesli, coffee or tea or…?
I like tea. And coco pops :-)

Interview mit Dave Lightfoot

Dienstag, November 25th, 2008
Anlässlich der Veröffentlichung der neuen EP der Fades “The Split” (Cranky Girl Records) habe ich ein schönes, ausführliches Q/A-Interview per Mail mit Dave Lightfoot, dem Sänger und Gitarristen der Fades geführt. Total super, aber lest selber:

Do you remember how the name The Fades came about?

I came up with the name after many hours and ideas, I think my Dad actually suggested it in the end. Originally for interviews we were going to say: where I live in Ham, there are a lot of parakeet birds that fly overhead and one day I heard one fly above me squawking the sound “fades, fades, fades”. I also discovered that the particles of dust that are left behind after an exploding star are known as The Fades, so I thought that was pretty cool.

Dave Lightfoot

Dave Lightfoot
(photo by Stew Ruffles)

How did you all meet in the beginning? How did the band form?

My first band had fallen apart and I was playing a lot of stuff with some mates at college (Jon Vick – later from the Moths and Ollie Walker – later from Mississippi Witch) We were on a music course together and we used to jam, playing punked up versions of Stones songs and Stooges tracks. So I wanted to take it to the next step. I started writing some songs at home with my brother and we went to record them with our mate Graham who also played drums. We started live briefly as Petrol Bomb, then became Molotov Cocktail. Eventually we got together with my old mate Jonny who I asked to join the band and then we became the Fades.

Read the full interview with Dave Lightfoot…

Roggen Roll – Frühstücksfragen

Freitag, Oktober 31st, 2008

Am Dienstag gibt es das erste Mal das Morgenminimixtape, an diesem Dienstag gestaltet von Neal Hoffman von Amphibic. Da das erste Mal immer etwas besonderes ist, gibt es beim Toast diesmal eine Zugabe dazu, sozusagen einen Bonus Track! Der Toast fragt Neal einige Roggen Roll-Frühstücksfragen!

 

Wer bist du und wo bist du gerade?
Ich heisse Neal Hoffmann und bin Kopf der Londoner Band Amphibic. Sitze in meinem Zimmer in London und beantworte emails.

Bist du eher Morgenmuffel oder Frühaufsteher?
Ich bin so zwischendrin. Ich muss öfter mal sehr früh aufstehen. Das geht. Aber am liebsten so irgendwann nach 9. Allerdings kann ich kaum länger als halb 10 schlafen, es sei denn es war wirklich spät. Ich bin aber schnell ansprechbar.

Hast du morgens schon kreative Impulse für Songs? Schreibst du dann schnell mal einen Song im Pyjama?
Also ich trage keine Pyjamas. Aber Ideen für Songs halten sich natürlich nicht an Tageszeiten (die Schweine) und wenn eine Idee ‘vorbeikommt’ dann muss man versuchen zuzugreifen. Also ist die Antwort ‘Ja’, das kann passieren.

Magst du morgens schon Musik hören? Was am liebsten?
Ich höre nicht so oft Musik zur Zeit, da meine Anlage gerade im Wohnzimmer ist aus Platzmangel. Ich mag es auch oft ruhig, da kann ich mich besser denken hören.

Was hast du heute morgen für Musik gehört?
Heute morgen noch nichts, aber die neue AC/DC liegt gerade im Mac, da muss ich mit Kopfhörer hören. Und ich muss in der Lage sein, die mit meinem Bruder besprechen zu können. Ich höre das aber gerne mal zur Abwechslung. Sonst geht mein Geschmack eher in Richtung Morgenmixtape.

Roggenbrötchen, Toast oder Müsli zum Frühstück? Kaffee oder Tee?
Gerade gab es eine Scheibe Sonnenblumenkernbrot, aus dem Toaster. Dazu Rührei leicht gebräunt. :-) Und ne Tasse Tee mit Milch und ein bisschen braunem Zucker. Aber ich stehe auch total auf Kaffee und ich glaube ich mache mir mal einen, den gibt’s bei mir aus dem italienischen Aluminiumwundermoccakaffeemacherteil, dazu heiße Milch als Latte, quasi. Und braunem Zucker.
How come you taste so good?

Vorschau 02.09.2008

Dienstag, August 26th, 2008
Andreas Voß von Halma Das hier links ist Andreas Voß. Er spielt in der Band Halma, und die haben jetzt im August ein unglaublich schönes Album herausgebracht, “Broad Peak” (Sunday Service). Ich habe ihn gefragt, ob er einen Lieblingssong hat und was er zu Hause für Musik hört. In der Sendung werden wir auch ganz viel von Halma hören. Alles so um 7:30 Uhr.
Übrigens, falls ihr das rechtzeitig lest, die Releaseparty für das Album ist jetzt am Donnerstag, den 28. August im Knust! Und davor sind sie bei ByteFM zu Gast.

www.myspace.com/halma
www.halma-music.com
www.sundayservice.de

Vorschau 26.08.2008

Montag, August 25th, 2008
Fidel Bastro

Das hier sind Bernd (links) und Franko vom Hamburger Label Fidel Bastro. Die beiden bringen auf diesem Label großartige Platten heraus und feiern jetzt am Freitag, den 29.08., ihr 16. Jubiläum mit einer großen Geburtstagssause im Molotow, mit den Bands Potato Fritz, Lars Bang Larsen, High Quality Girls und DJs! (klick hier zum Flyer)
Am Samstag sind Fidel Bastro ins FSK-Studio für ein Interview gekommen, haben jede Menge Platten mitgebracht und auch ein Filmteam. Ein Filmteam! Große Aufregung beim Toast!

Fidel Bastros Webseite: www.fidel-bastro.de

Das hier ist das Filmteam.
Wenn du wissen möchtest, was da im FSK-Studio los war, warum Fidel Bastro gefilmt werden, dann musst du am Dienstag einschalten!
Genauso, wenn du die Musik hören willst, die Fidel Bastro mitgebracht haben. (Oder du kommst am Freitag mit ins Molotow)
Das Filmteam

Vorschau 05.08.2008

Mittwoch, Juli 30th, 2008
Peter Sempel im FSK-Studio Am Dienstag, so ungefähr um zwanzig nach sieben, hören wir ein Interview mit Peter Sempel. Eigentlich ist es eher ein Gespräch geworden. Ein Gespräch über abgerissene Ohren, die Notwendigkeit des Künstlers Kunst zu machen, Rocko Schamoni und Knarf Rellöms frührere Jobs und natürlich über Filme, Peters Filme.  Für die, die ihn nicht kennen, Peter Sempel ist Filmemacher aus Hamburg, dessen neuester Film “Flamenco Mi Vida” vor kurzem angelaufen ist. Deswegen war er vor kurzem im FSK-Studio, dabei entstand auch das Foto links, Peter mit dem Filmplakat von “Flamenco Mi Vida”.

Und Peter hat die Musik ausgewählt, ihr könnt einen ungewöhnlichen Mix erwarten!

www.sempel.com
www.flamencomivida.com
www.myspace.com/flamencomivida

Flamenco Mi Vida  im 3001 Kino in Hamburg:
31. Juli – 06. August 2008, 17:00 Uhr (ausser Sa+So: 15:00 Uhr)
und 14. – 20. August 2008, 23:00 Uhr

Fotoausstellung im Goethe-Institut Hamburg, verlängert bis zum 31. August
Infos unter www.goethe.de