Heute spielen im Silber Abdoujaparov. Um 21 Uhr ist Einlass, los geht es um 22 Uhr. Abdoujaparov ist die Band von Les Carter, den kennt ihr vielleicht durch seine frühere Band Carter, The Unstoppable Sexmachine. An die Gitarre bei Abdou, wie die Band immer liebevoll abgekürzt wird (was Abdoujaparov heißt könnt ihr auf www.abdou.co.uk erfahren), spielt Jonny Barnard. Vielleicht sagt euch der Name jetzt nicht unbedingt was, aber er begleitet mit seinen zahlreichen Bands Toast On Fire von der ersten Sendung an! Und ihr könnt ihn jetzt ein bisschen kennenlernen, denn hier ist ein Interview mit ihm!
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Wer bist du und wo bist du gerade?
Ich bin Musiker und begeisterter Radfahrer aus Süd-London. Im Moment sitze ich gerade bei einem Bier zu Hause, kucke ein paar Filme und erhole mich von einer stürmischen Reise nach Afrika.
Du spielst in ziemlich vielen Bands, unter anderem in The Fades, White Man Kamikaze und Abdoujaparov. Wie lange bist du schon bei Abdoujaparov dabei und wie ist es dazu gekommen?
Ich habe Les bei einem Konzert in der Buffalo Bar in London getroffen, ich glaube, dass war so 2004. Wir haben uns gleich gut verstanden und uns angefreundet. Er ist ein ziemlich cooler Typ. Ich war immer schon ein großer Carter USM-Fan (Les Carters frühere Band) und als er mich dann fragte, ob ich nicht Gitarre in Abdoujaprov spielen wollte, hab ich natürlich sofort die Chance ergriffen. Richie, Ben und Bomber sind auch super Typen, es macht immer total Spaß, mit allen auf Tour zu gehen. Abdou ist wie eine große Familie. Es gibt sogar extra Leute in Australien für die Touren dort.
Was magst du am liebsten bei der Band?
Es macht immer Spaß, mit ihnen zusammen abzuhängen und ich finde die Songs auch alle großartig. Ich hab durch die Band schon jede Menge tolle Leute kennen gelernt, alles ganz wundervolle Menschen, von Brixton bis nach LA.
Abdoujaparov im Knust 2008, v.l.n.r.: Jonny, Drummer, Les, Richie
Kommst du nicht manchmal durcheinander bei deinen vielen Bands? Bist du schon mal in den falschen Übungsraum gegangen oder so was?
Haahahaha, nein, eigentlich nicht. Es gibt aber Zeiten, da denke ich, ich kann mich nicht mehr an einen einzigen Song erinnern. Aber jede Band ist unterschiedlich und meine Rolle in der Band ist auch immer anders, so dass es nie langweilig ist und immer Spaß macht. Die Fades haben zum Beispiel ein Studio, wo wir uns so oft wie möglich treffen, um zusammen zu spielen und neue Songs zu schreiben. Abdou dagegen üben unterwegs, wir lernen die Songs im Laufe der Tour. Und bei White Man Kamikaze spiele ich nicht Gitarre, sondern zum ersten Mal Bass, da muss ich richtig Hausaufgaben machen und üben, aber ich mache es gerne, es ist eine neue Herausforderung.
Erzähl uns mal was über deine Gitarre. Es ist eine Rickenbacker?
Yeah, ich liebe diese Gitarre. Seit ich ein Kind war, bin ich von den Beatles besessen und wollte immer eine Rickenbacker haben. Sie sieht nicht nur cool aus, sie hat auch einen großartigen Sound. The Who, The Jam und The Smith hatten auch diesen Sound. Ich habe aber auch eine Stratocaster, die sehr schön ist, beide Gitarren sind sehr unterschiedlich und meine Stimmung entscheidet, welche ich gerade benutze.
Du bist viel unterwegs auf Tour. Findest du, dass sich das Publikum in den verschiedenen Ländern stark unterscheidet?
Ich denke, die Menschen wollen überall auf der Welt, wenn sie in Konzerte gehen, eine schöne Zeit haben und neue Musik entdecken. Ich mag unterschiedliches Essen und auch die verschiedenen Akzente in der Sprache. Aber ich hab bislang noch keinen Ort gefunden, an dem es keinen Rock ‘n’ Roll gab. Glasgow, Hamburg und Florenz gehören zu meinen liebsten Stops.
Jonny Barnard
Was ist die beste Sache, die dir je auf Tour passiert ist?
Meine Frau flog extra aus Kalifornien nach Nordirland, um sich dort mit mir zutreffen und dann anschließend den Tourbus die ganze restliche Tour zu fahren. Sie ist etwas sehr Besonderes und es war ein ganz toller Moment, als sie dort erschien.
Und was ist das schlimmste, was dir je auf Tour passiert ist?
Ich habe mal auf meinem Gitarrenkoffer draußen vorm Flughafen in Pisa geschlafen, das war echt ein Tiefpunkt, aber heute kann ich darüber lachen.
Hast du noch Erinnerungen an das letzte Konzert in Hamburg?
Es wurde dieser Drink namens Mexicana gereicht und ab da sind meine Erinnerungen sehr vage. Ich kann mich schwach an etwas erinnern, was mit aufregender Musik und Kunst zu tun hatte… und mit sehr originellen Cocktails…
Toast On Fire ist ja eine Morgensendung, deswegen ist die letzte Frage eine Frühstücksfrage. Was ist nach deiner Meinung das perfekte Frühstück, wenn man eine kurze Nacht nach einem anstrengend Konzert hatte, womöglich auch das eine oder andere alkoholische Getränk gezwitschert hat? Wie muss dein perfektes Frühstück aussehen, damit es dir dann besser geht?
Mit einer Bloody Mary kann man sich ganz wunderbar erholen. Ich finde, dazu passen porchierte Eier mit Tomate und Champignons sehr gut. Obst ist auch immer gut, sehr erfrischend. Und ich hab auch gerne ein Croissant und gaaaaanz viel Kaffee.

Hier ein paar Links zum weiterinformieren:
www.abdou.co.uk
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