Archive for Juli, 2010

Links gegen Langeweile

Samstag, Juli 31st, 2010

Für alle, die sich an diesem Wochenende mopsen sollten, habe ich mal drei schöne Links zum Zeitvertreib rausgesucht:

Der Guardian diskutiert die wichtige Frage, welches Schuhwerk bei einem Gig angemessen ist. Jeder, der schon mal von einem Crowdsurfer einen Doc Martens ins Gesicht bekommen hat, der sollte das hier lesen:
“Ask the indie professor: Shoes, phones and other gig accessories”
http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2010/jul/26/ask-indie-professor

Bei Spiegel Online gibt es einen sehr schönen Bericht über alte, legendäre Tonstudios, z.b. Hansa-Studio, Abbey Road, Joe Meeks Zuhause, The Snakepit, Sun Studio usw., mit sehr tollen Fotos: “Irrsinn am laufenden Band”
http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a11061/l0/l0/F.html

Und zu Schluß noch ein Hinweis auf eine tolle Webseite aus England: “A Negative Narrative”. Es ist eine reine Interview-Webseite, die Macher fragen Bands und die antworten in Fotos! Das ist nicht nur eine super Idee, sondern auch super interessant. Und erstaunlich, witzig und teilweise ganz schön schräg.
Viele Bands, die dort auftauchen, stehen auch auf den Playlisten von Toast On Fire, z. B. The Brute Chorus, Black Daniel, Everything Everything, Dutch Uncles, The Hobopop Collective …
http://anegativenarrative.com

The Jim Jones Revue – High Horse

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Das Video zu der neuen Single “High Horse” von der Jim Jones Revue kann man nirgendwo sehen. Klickt man auf die Links, die die Band verbreitet, landet man bei YouTube und man bekommt die mittlerweile gängige Mitteilung “Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar”. Ja toll, Musikindustrie, You Tube, echt super. Aber heute tauchte bei Artrocker TV das Video auf und ist sichtbar für alle Länder! Danke Artrocker!
Dies ist aber noch nicht das angekündigte 3D-Video. Das haben sie jetzt am Wochenende in New York aufgenommen und das kommt irgendwann später. Die Single kommt ja auch erst später, Artrocker schreibt am 23. August. UND DANN KOMMT IM SEPTEMBER DAS ALBUM!!!

Playlist 27.07.2010

Dienstag, Juli 27th, 2010

1. Stunde
The Helmholtz Resonators – Toast On Fire-Jingle
The Blizzards – Hab keine Lust heut’ aufzustehn
Delorean – Come Wander
Janelle Monáe – Wondaland
Dutch Uncles – Face In
Shadows Of Knight – Shake
Thee Attacks – Love In Disguise
The Jim Jones Revue – High Horse
The Godfathers – Time Is Now
The Eighties Matchbox B-Line Disaster – Never Be The Same
Carl Carlton – Everlasting Love
The Black Keys – Everlasting Light

2. Stunde
Primus – Wynona’s Big Brown Beaver
Pilooski – AAA
How To Loot Brazil – Backwater Prick (30.07., Astra Stube)
Louis Lament – Sugar Sugar
Bob & Earl – Harlem Shuffle
Black Daniel – Move Like Royalty
Eels – This Is Where It Gets Good
Prince – Take Me With U
Wavves – Linus Spacehead
Boy Division – White Wedding
Panic Attract – The Wrong Place (The Helmholtz Resonators RMX)

3. Stunde
Dutch Uncles – Steadycam
Dutch Uncles – The Ink

Mixtape von Duncan Wallis (Dutch Uncles)
1. Everything Everything – Schoolin’
2. Bombay Bicycle Club – Ivy & Gold
3. Clor – Love + Pain
4. Field Music – Let’s Write A Book
5. Talking Heads – Making Flippy Floppy

Dutch Uncles – Ocduc
Delphic – This Momentary (Everything Everything Remix)
Palais Schaumburg – Wir bauen eine neue Stadt
Airship – Algebra

Interview mit Duncan von den Dutch Uncles

Dienstag, Juli 27th, 2010

Die Dutch Uncles kommen aus Manchester, aber es verbindet sie etwas mit Hamburg. Nicht nur, dass sie viel und gerne vom Toast gespielt werden, nein, da gibt es noch etwas anderes. Und das könnt ihr hier im Interview mit Duncan von den Dutch Uncles nachlesen.

You can read the full interview in English here

Hallo und vielen Dank, dass du meine Fragen beantwortest. Könntest du bitte zuerst sagen, wer du bist und wo du dich gerade aufhältst?
Mein Name ist Duncan und ich bin der Sänger von den Dutch Uncles. Ich bin gerade zu Hause und liege im Bett.

Wie geht es euch denn so? Ich glaube, ihr seid gerade im Studio, um an eurem zweiten Album zu arbeiten, oder?
Wir haben mit den Aufnahmesessions für das neue Album angefangen, im Moment nehmen wir gerade die Songs auf, die wir schon in den letzten zwölf Monaten gespielt haben, so dass wir die ersten paar Wochen jetzt damit verbracht haben, das mit dem alten Material erstmal nachzuholen. Aber wir haben noch ein paar außergewöhnliche Schmankerl in petto, die wir demnächst aufnehmen werden und von denen wir ziemlich begeistert sind.

Ihr habt euer Debütalbum in Hamburg, in Rothenburgsort aufgenommen. Das zweite Album nehmt ihr jetzt in Manchester auf. Wie sehr beeinflussen die unterschiedlichen Städte eure Musik? Was würde passieren, wenn ihr mal in einem Studio in Jamaica aufnehmen würdet?
In Hamburg aufzunehmen war fast so etwas wie ein Urlaub, so ein Urlaubsfeeling hatten wir eigentlich nicht mehr, seit wir mit der Band angefangen haben. Alleine die Tatsache, dass wir nicht mehr neben unseren täglichen Jobs und unserem Privatleben aufnehmen mussten, war ein großer Vorteil, der uns aber auch einiges über das Stadium, in dem wir uns befinden, klar gemacht hat. In Manchester aufzunehmen dagegen fühlt sich nicht anders an als früher, als wir noch Demos aufgenommen haben, aber anderseits haben wir Vibraphone und Congas und jede Menge anderen tollen Kram, auf dem wir spielen können, so dass es ein sehr viel reichhaltiger Sound ist als wir zuerst gedacht haben.
Und Jamaica sparen wir uns auf für unser fünftes Album, das wird dann ein echtes Absturzalbum im Happy Mondays Style.

Dutch Uncles
“Also Jungs, ein Foto müssen wir noch machen und das muss der totale Knaller sein. Das ist für Toast On Fire, da müssen wir was bieten. Los Duncan, zieh dein T-Shirt aus!”


Wie wichtig ist Manchester für euch, da zu leben und zu arbeiten, mit all dieser großen musikalischen Geschichte? Oder hast du die Nase voll davon, immer wieder darauf angesprochen zu werden?

Es ist schon wichtig für uns, weil wir hier angefangen haben und es ist natürlich auch wichtig für junge Leute, die gerade erst entdecken, was Manchester schon alles musikalisch hervorgebracht hat. Aber davon mal abgesehen, scheint jeder um uns herum wesentlich aufgeregter über das zu sein, was hier in Manchester passiert, als wir. Die Fragen und Erwartungen sind aber manchmal schon ermüdend… und ganz besonders die ganzen Besprechungen, die es sich damit so leicht machen.

Wie war eure Zeit in Hamburg? War es nur Arbeit oder konntet ihr auch mal ausgehen?
Unsere gute Freundin und Fotografin Nina Kolle ist mit uns einige Male nach St. Pauli gegangen. Das wird auf jeden Fall unser erster Anlaufpunkt, wenn wir nach Deutschland zurück kommen. Unsere Lieblingsclubs sind Meine Kleineraumdisko und das Uebel & Gefährlich

Konntet ihr während eurer Zeit in Hamburg mal lokale Spezialitäten probieren? Habt ihr zum Beispiel mal ein Franzbrötchen gegessen?
Wir haben befürchtet, dass der Besuch einer Bäckerei eine einschüchternde Erfahrung wird, wir haben einfach normales Brot gegessen, so dass wir nicht erleben mussten, wie wir beim Versuch deutsch zu sprechen komplett versagen.

Steve Hanley, der fast 20 Jahre bei The Fall gespielt hat, hat mal gesagt, er hat nur angefangen Musik zu machen, weil das Wetter in Manchester so schlecht sei, immer nur Regen, so dass er mit seinen Freunden nie draußen abhängen konnte, also haben sie kurzerhand eine Band gegründet. Wie war das bei euch, welche Gründe hattet ihr?
Wir haben uns nach dem College immer betrunken und Luftgitarre gespielt und haben das schließlich als Signal verstanden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass The Fall einen Einfluss auf die Dutch Uncles haben. Wer sind denn eure musikalischen Helden?
The Strokes und The Futureheads waren die ersten Bands für uns. Dann haben wir den Film “Stop Making Sense” von den Talking Heads gesehen und das war noch mal ein Neustart für uns als Band.

Kennt ihr deutsche Bands, die ihr mögt?
Wir haben 1000 Robota kennen gelernt, als wir in Hamburg waren, sie hatten da gerade das Cover von Palais Schaumburg’s “Wir bauen eine neue Stadt” aufgenommen. Das ist immer noch einer unserer Lieblingsclubknaller.

Toast On Fire ist eine Sendung am frühen Morgen und immer sehr interessiert, was das Frühstück betrifft. Was wäre ein perfektes Frühstück für dich?
Rühreier und Croissants… und ein Cappuccino. Jawoll!

Ihr habt schon viel in Deutschland gespielt, wie unterscheiden sich deutsche Fans und Publikum von den englischen?
Deutschland gibt einer Band aus Manchester ein irgendwie geheimnisvolles Gefühl. Die meisten haben keine Ahnung, wie wenig Romantik es da gibt, wo wir herkommen. Und so hat das alles für uns, als wir in Deutschland gespielt haben, eine völlig neue Bedeutung bekommen und wir waren ziemlich deprimiert, wie du dir vielleicht vorstellen kannst, als wir dann nach England zurück gekehrt sind. Obwohl, England ist auch gut!

Habt ihr Pläne für ein Hamburg-Konzert oder eine ganze Tour durch Deutschland?
Wir reden da andauernd drüber, aber jetzt gerade geben wir unser ganzes Geld für die Aufnahmen im Studio aus, es ist also nur ein Wunschtraum. Ich denke, wenn wir das zweite Album fertig bekommen haben, werden wir einen ernsthaften Versuch starten, wiederzukommen.


www.dutchuncles.co.uk
www.facebook.com/dutchuncles
www.twitter.com/dutchuncles
www.myspace.com/dutchuncles
www.formspring.me/dutchuncles
www.lastfm.de/music/Dutch+Uncles
www.loveanddisaster.co.uk

Playlist 20.07.2010

Dienstag, Juli 20th, 2010

1. Stunde
The Helmholtz Resonators – Toast On Fire-Startjingle
The Goodnight Loving – Nothing Conquers Us
Etta James – Mellow Fellow
The Black Keys – Never Give You Up
The Roots feat. Blu, P.O.R.N. & Dice Raw – Radio Daze
M.I.A. – Born Free
Laurie Johnson Orchestra – Theme From The Avengers
Temple Of The Dog – Hungerstrike
Panic Attract – The Wrong Place
The Helmholtz Resonators – Moonlight Lovely Dub (Johnny Nothing Remix)

2. Stunde
Black Daniel – Ivy
The Brute Chorus – Heaven
The Jim Jones Revue – High Horse
Mark Sultan – Go Berserk
Artesians – Trick Bag
Kolumne von & mit Sebastian Dalkowski: “Ich verfüge über Kritiker”
Quantic Presenta Flowering Inferno – Echate Pa’lla
Boy Division – Suburbia (23.07., Hafenklang)

Barbara Mürdter “Popkontext-Radio” vom 07.07.2010
Weiterführende Infos und Links zur Sendung:
www.popkontext.de/index.php/2010/07/09/popkontext-410

01. Stevie Wonder – Don’t you Worry ’bout a Thing (Innervisions)
02. Scissor Sisters – Invisible Light (Night Work)
03. Of Montreal – Corquette Cocette (False Priest)

3. Stunde

04. Rammelzee vs K Rob Beat Bop – (New York Noise: Dance Music From The New York Underground 1978-1982)
05. Guido – The Way U Make Me Feel
06. Mt Kimbie – Field (Crooks and Lovers)
07. Orchestre Poly Rhythmo de Cotonou – Se Tche We DJo Mon (The Vodoon Effect)
08. Gilbero Gil – Batmacumba
09. Trombone Shorty – Backatown (Backatown)
10. Die Goldenen Zitronen ft. Michaela Melián – Beautiful People (Die Entstehung der Nacht)

Strange Boys – Be Brave (20.07., Hafenklang)
Dutch Uncles – The Ink (MAY68 remix)
Omas – What You’re Looking For
The Jim Jones Revue – High Horse

Die neue Single der Jim Jones Revue im Toast!

Montag, Juli 19th, 2010

Wow, die Sendung morgen hat noch einen weiteren Knüller bekommen! Heute kurzfristig reingekommen, die neue Single von der Jim Jones Revue! Das Album kommt erst im September und die neue Single ist auch noch nicht erhältlich, aber dank Pias Recordings in Hamburg können wir “High Horse” morgen hören. Und diese Single ist der totale Knaller!!!
Hm, es könnte sogar die Deutschlandpremiere sein…

The Jim Jones Revue im Molotow, Hamburg

“Popkontext Radio” ab sofort bei Toast On Fire

Montag, Juli 19th, 2010

Ab morgen gibt es eine schöne Ergänzung bei Toast On Fire! Barbara Mürdter sendet ihre monatliche Sendung “Popkontext Radio” beim Berliner Sender Reboot.fm und ab sofort auch bei Toast On Fire! Morgen hören wir sie das erste Mal und dann immer jeden 2. Dienstag im Monat.
Und was ist “Popkontext Radio”? Barbara hat dem Toast eine Beschreibung geschickt:

“Popkontext Radio stellt Querverbindungen her – innerhalb von hundert Jahren
aufgenommener Musik und zwischen hundert Genres; reist, inspiriert durch die
kulturelle Vielfalt Berlins, vom Mutterland der Popmusik, den USA, in die Welt
und zurück. Es gibt Neues, Wiederentdecktes, Wurzeln, Merkwürdiges zwischen
Rebellion, Tanzgroove, Liebesbeteuerungen und Seelenleid – biografische
Interviews und Themensendungen, manchmal taucht die Sendung einfach in ein Meer
voller Perlen.
In der Sendung geht es wie auf der Webseite um Popkultur und Popmusik, die unter
anderen Perspektiven betrachtet werden soll als im Mainstream: Es werden
weibliche, homosexuelle und nichtweiße Perspektiven mit betrachtet, die im
Mainstream zu kurz kommen, und es soll nicht um eine schnelle Verkaufslogik
gehen, sondern Musik und Kultur mit Schönheit, Geschichte und Substanz.”
www.popkontext.de/index.php/radio

Barbara ist Journalistin und macht schon ewig Radio. Ich freue ich sehr über die Zusammenarbeit, ich verfolge ihre Arbeit schon seit einigen Jahren und schätze das sehr, was sie macht. Schaut doch mal auf ihre Webseite: www.popkontext.de

Neues Album von The Fades

Sonntag, Juli 18th, 2010

Die englischen Fades veröffentlichen demnächst ein Livealbum, was von den Fans (zu denen ich auch gehöre), sehnsüchtig erwartet wird. Und um die Vorfreude darauf ein bisschen anzuheizen, bieten sie 10 Songs, darunter ihre besten Songs wie z. B. “Caca” und “Social Misfit” und ihre aktuelle Single “I’d Like To Teach The World To Sing/Your Eyes” zum Tausch gegen eine email-Adresse für den Newsletter an. Da sie in der Hinsicht nicht besonders fleißig sind und die Songs natürlich auch klasse sind, würde ich sagen, greift zu!

http://www.musicglue.com/thefades

Ein Startjingle von den Helmholtz Resonators!

Samstag, Juli 17th, 2010

Ja, auch wenn wir immer noch Sommer haben, die Sommerpause von Toast On Fire ist vorbei. Nächsten Dienstag gibt es wieder eine Sendung. Und wir fangen an mit einem echten Knaller! Auf vielfachen Wunsch gibt es jetzt einen Vorspann! Die weltallerliebste und supertollste Band überhaupt, die Helmholtz Resonators, haben für Toast On Fire einen Startjingle augenommen!!!

Also, wenn das hier am Dienstagmorgen so kurz nach 6 Uhr erklingt, dann geht Toast On Fire los!

Toast On Fire-Jingle von den Helmholtz Resonators by Toast On Fire

Introducing: The Kate Fighters

Samstag, Juli 17th, 2010

Heute möchte ich euch eine neue, aufregende Band aus England vorstellen: The Kate Fighters! Das Trio hat bislang noch keine Platte aufgenommen, aber ein Demo auf Kassette ist im Gespräch. Ja genau, Kassette, diese Band weiß einen guten, analogen Sound zu schätzen und ist am Puls der Zeit! Immer mehr Bands bringen neuerdings ihre Werke auf Kassette heraus, wie kürzlich die wunderbaren Stranger Son Of WB.
Aber zurück zu den Kate Fighters. Vor kurzem gab es das erste Interview. Otter, coole Chefin der Band und auch deren Sängerin, wurde von Otterkeeper interviewt. Ihr könnt das Interview im Blog von Otter lesen: www.iamotter.co.uk/story Sie erzählt u.a. von der Bandgründung, wie sie Gertrude (Keyboards) eines Tages in der Spielzeugkiste traf, und das ist noch gar nicht so lange her. Dagegen sind Teddy (Schlagzeug) und sie schon lange alte Freunde und haben bereits manches Abenteuer durchgestanden. Diese Abenteuer könnt ihr übrigens auf Otters Webseite www.iamotter.co.uk alle nachlesen. Absolute Empfehlung, denn dies ist eins der schnuckligsten Dinge im Internet!

The Kate Fighters v.l.n.r.: Gertrude, Teddy und Otter

The Helmholtz Resonators in Cannes!

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Aufregende Neuigkeiten kommen dieser Tage von den Helmholtz Resonators! Die Single “Moonlight Loveleytime” wurde vor kurzem veröffentlicht und jetzt ist auch endlich das Debütalbum “The Crystal Submarine” als CD erhältlich. Und um das ganze noch zu toppen, ist ein Video der Band bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes gelaufen! Garland von den Helmholtz Resonators erzählt uns mehr darüber.


Ihr seid nicht nur Wissenschaftler und Musiker, sondern jetzt auch Filmstars! Eins eurer Videos, das Video von “Carlton Breezy”, ist gerade in Cannes gezeigt worden. Wie ist es dazu gekommen?

Wir haben mit unserem Freund Joel Byron mit diesem Film am Straight 8-Wettbewerb (straight8.net) teilgenommen. Bei diesem Wettbewerb musste alles auf eine einzige Super 8-Filmkassette aufgenommen werden. Die wurde dann verschickt und erst dort entwickelt, so dass vor der Aufnahme alles sehr gut geplant und geprobt werden musste.
Unser Film wurde dann als “Best Of An Ad Bunch” ausgewählt und wurde beim diesjährigen Cannes Film-Festival gezeigt. Sieht also so aus, als ob bei uns alles ganz gut geklappt hat.

Keiner von euch hat den Film bislang gesehen, da ihr die Filmkassette nicht entwickeln durftet. Ist das nicht ein komisches Gefühl? Vielleicht ist was peinliches passiert und keiner hat es mitbekommen…
Ja, das ist schon ein sehr eigenartiges Gefühl! Aber es muss ja gut gelaufen sein, sonst wäre der Film nicht in Cannes gelaufen! Und Ende Juli läuft er auch noch beim Kurzfilmfestival in London.

Wie habt ihr euch vorbereitet? Habt ihr wochenlang geprobt?
Da es uns nur erlaubt war, eine einzige Kassette zu benutzen, musste alles auf dem Punkt passieren, alles musste zeitlich stimmen. Wir hatten einen sehr guten Ablaufplan und haben so viel wie möglich vorbereitet, aber irgendwann mussten wir es einfach machen. Wir haben natürlich die meisten Szenen vorher geprobt. Einige Szenen waren schwierig, die konnten wegen der Requisiten auch nur einmal, in einem Take, gedreht werden.

Die Filmarbeiten der Helmholtz Resonators

Hier ist ein Foto von den Dreharbeiten im Richmond Park, St Margarets: Links oben im Baum sitzt der fiese Mr. Noseybonk (mit “The End”-Schild), darunter sitzt Carlton auf einem Baumstumpf mitten im Baum, und zwar gefesselt! Cladni hockt ziemlich benommen auf dem Boden, auch gefesselt, während Manrose mit dem Baumtelefon telefoniert. Ganz rechts zwei Kameraleute.

Wo habt ihr die Super 8 Kamera aufgetrieben? Man kann die heutzutage doch bestimmt nicht mehr kaufen.

Joel hatte noch eine, er hat bei diesem Wettbewerb schon mal mitgemacht. Aber du findest solche Kameras immer noch in Charity Shops oder auf Flohmärkten.

Ihr habt ja ein Musikvideo gedreht, d.h. ihr habt mit Musik gearbeitet, aber wenn ich mich recht erinnere, haben Super 8-Kameras keine Tonspur, wie habt ihr das hinbekommen?
Das haben die bei Straight 8 gemacht, man musste neben der Filmkassette auch die Musik auf einer CD mitschicken. Die haben den Film entwickeln lassen und später bei der Digitalisierung wurde dann der Sound zugefügt.

Am 28. Juli wird der Film Soho Kurzfilmfestival in London gezeigt. Wenn die Toast-Leser/Hörer zu dieser Zeit in London sind, was sollen sie machen, um den Film sehen zu können?
Wir empfehlen natürlich, dass sich das jeder ankuckt! Wir werden auf jeden Fall da sein. Tickets kann man hier bekommen: http://www.curzoncinemas.com/whats_on/straight_8_part_3

Dann wünsche ich euch viel Spaß und hoffentlich feiert ihr das schön!
Ja klar, wir werden uns in unseren feinsten Zwirn schmeißen und das Ganze ordentlich feiern. Und nach dem Film werden wir in der Stadt aufschlagen für noch mehr Spaß!


Es gibt eine Facebook-Seite zu der Veranstaltung in London:
http://www.facebook.com/event.php?eid=137266799632100

Und wenn ihr wissen wollt, wie es mit dem Film weitergeht, ob er vielleicht später auch mal bei Youtube gezeigt werden kann, dann tragt euch am besten in den Newsletter der Helmholtz Resonators ein, dann bekommt ihr alle Infos immer frisch von der Band:

http://thehelmholtzresonators.com
http://www.myspace.com/thehelmholtzresonators

Bäh, es ist Montag. Igitt.

Montag, Juli 5th, 2010

Der Montag ist immer ein doofer Tag. War er immer schon. Der hat noch nie Spaß gemacht. Aber heute! Überraschung! Heute ist er super! Zuerst gab es die tolle Meldung, dass die Kulturbehörde das Ultimatum zurück nimmt, was sie der Fabrikstiftung gestellt hat (Infos hier: http://bit.ly/bomUfA, leider Springer-Presse). Sieht für die Fabrik also gut aus!
Man darf sich jetzt nur nicht die Laune verderben lassen, in dem man an die Sparpläne denkt, die wie ein Damoklesschwert über allem hängen. Und dass man mit Kultursenatorin Karin Freifrau von Welck (63) nicht gerade eine leidenschaftliche Clubgängerin in der Kulturbehörde sitzen hat, ist auch klar. Ist wahrscheinlich auch egal, denn unser König, äh, Fürst, äh, Bürgermeister Ole Freiherr von Beust schiebt ja eh alles Geld, ob vorhanden oder nicht, in den Bau der Elbphilharmonie. Wie hoch sind da mittlerweile die Kosten? Schon über ein halbe Milliarde Euro?

Die Fabrik in Hamburg Die Fabrik in Hamburg

Eine weitere schöne Nachricht kommt aus England. Der digitale Musikkanal der BBC “6music” war von der Schließung durch Sparmaßnahmen bedroht. Eine überwältigende Protestwelle erfolgte und heute hat der Trust, das Beratungsgremium im Interesse der Gebührenzahler, sich gegen eine Schließung ausgesprochen. Um 12 Uhr ging ein Sturm bei Twitter los: “6music is saved!”

http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment_and_arts/10507286.stm

Was für ein großartiger Montag!

Gorillaz feat. Mark E. Smith in Glastonbury

Samstag, Juli 3rd, 2010


Gorillaz ft. Mark E. Smith – Glitter Freeze – Glastonbury 2010 found on Electronic