Interview mit Found
Samstag, Oktober 30th, 2010Found aus Schottland tauchen immer wieder gerne in den Playlisten von Toast On Fire auf. Vor zwei Jahren, als sie ihr erstes Konzert in Hamburg spielten (am Nikolaustag), haben sie sogar für die Sendung ein Morgenminimixtape compiliert. Und jetzt gibt es eine ganz neue und tolle Aktion, die sie sich überlegt haben. Das hat mich neugierig gemacht, da wollte ich mehr drüber wissen. Tommy, der Bassist von Found, hat mir meine Fragen beantwortet.
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Ihr veröffentlicht momentan jeden Freitag einen Song, den ihr kostenlos auf eurer Webseite anbietet. Die Aktion läuft bis März, bis euer Album erscheint. Das sind ca. 20 Songs! Warum macht ihr das?
Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten. Einmal haben wir sehr viele Songs in unserem Backkatalog und einige davon sind noch nicht so bekannt, weil sie auch nicht richtig veröffentlicht wurden. Da dachten wir, es wäre doch nett, sie auch mal an unsere Fans weiterzugeben. Und zum anderen versuchen wir alles ein bisschen in Schwung zu bekommen, wir hoffen dass dadurch unser Publikum motiviert wird, später auch das Album zu kaufen, wenn es rauskommt.
Was genau für Songs gebt ihr zum Download frei? Ich hab irgendwo gehört, es wird auch Material dabei sein, was bislang noch gar nicht veröffentlicht wurde.
Die Songs, die wir ausgesucht haben, sind eine Mischung aus klassischen Songs aus unserem Backkatalog und Remixe, die wir für andere Musiker gemacht haben, aber auch Remixe, die andere für uns gemacht haben. Und richtig, es wird ganz exklusiv unveröffentlichtes Material dabei sein. Wir werden aber auch eine Reihe von Songs veröffentlichen, die Ziggy, Kev und ich aufgenommen haben, bevor wir zu Found wurden. Und unsere Fans werden etwas zu hören bekommen, von dem wir denken, dass das der schlechteste Found Song ever ist. Eine ziemliche taffe Entscheidung, denn es könnte uns Fans kosten!
Was müssen Toast On Fire-Leser machen, um die Songs zu bekommen?
Jeden Freitag wird es einen neuen Track geben und den Link zum Download findet man auf unserer Webseite www.foundtheband.com Und sie können uns bei Twitter folgen www.twitter.com/foundtheband. Mit dem Hashtag #FoundFreeFri kann man über die Suchfunktion auch die Links zu den früheren Songs finden.
Found, v.l.n.r.: Ziggy, Tommy, KevDas neue Album wird im März rauskommen. Kannst du uns ein bisschen darüber erzählen?
Das neue Album wird „factorycraft“ heißen. Es ist das dritte Found-Album und unser erstes bei Chemikal Underground. Das Line up hat sich verändert, wir sind jetzt wieder die drei, die von Anfang an dabei waren. Dies ist das erste Album, das wir in einem professionellen Studio aufgenommen haben (alle Aufnahmen davor haben wir zu Hause produziert). Das Album wurde im Frühjahr innerhalb von zwei Wochen aufgenommen und gemischt und dafür waren wir im Chemikal’s Aufnahmestudio Chem 19, das liegt etwas außerhalb von Glasgow.
„factorycraft“ unterscheidet sich sehr von unseren ersten zwei Alben. Wir haben versucht, unseren aktuellen Live-Sound einzufangen und so ist die Musik sehr rau, sehr energiegeladen und auf keinen Fall überproduziert. Abgemischt wurde das Album mit dem Drummer der Delgados, Paul Savage, der jetzt der Chef-Soundingenieur und Produzent im Chem 10 ist. Es war ganz toll mit Paul zu arbeiten, von seinem Wissen und Ideen zu profitieren, wir sind extrem zufrieden mit den Aufnahmen und wir können es gar nicht abwarten, die Platte zu veröffentlichen. Chemikal wird es auf Vinyl, als CD und als Download herausbringen. Das war seit meiner Kindheit ein Traum von mir, mal was auf Vinyl herauszubringen, deswegen bin ich sehr happy, dass das jetzt auch passieren wird.
Gibt es schon Pläne für eine Deutschlandtour nachdem die Platte erschienen ist? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, ihr wart schon zweimal in Deutschland. Kannst du dich daran noch erinnern?
Wir haben große Lust nächstes Jahr mal wieder nach Deutschland zu kommen. Chemikal Underground hat eine große Fangemeinde in Deutschland und unsere Labelmates The Phantom Band haben Anfang 2010 einen Award bei Radio Eins gewonnen. Wir würden gerne mit ihnen eine Tour machen, aber im Moment ist das alles noch in der Planung, es gibt noch keine konkreten Termine. Aber wir werden rechtzeitig Bescheid sagen, wenn wir genaueres wissen.
Und ja, wir waren bereits zweimal bei euch und wir hatten immer eine tolle Zeit. Alle, die wir getroffen haben, waren total freundlich zu uns. Uns hat alles gefallen, die Clubs, das Essen und natürlich auch der Schnaps… Die Astrastube ist ein cooler kleiner Ort, ich würde es super finden, wenn wir mit Found da irgendwann noch mal spielen könnten. Und eins meiner absolutes Highlights war, dass wir in den Golden Pudel gegangen sind und ich bis 5 Uhr morgens zu Electro Djs getanzt habe.
Toast On Fire ist eine Morgensendung und liebt es, über Frühstück zu reden. Mochtest du das Frühstück hierzulande?
Ja, ich liebe deutsches Frühstück. Mir kommt es immer wie ein riesiges Festessen vor, weil man da so viele verschiedene Dinge kombinieren kann. Das ist toll, aber manchmal heißt das auch, dass du nach dem ganzen Essen total abschlaffst und ein Nickerchen machen musst.
Was ist für dich ein perfektes Frühstück?
Zur Zeit mag ich meine Samstagsroutine mit Croissants, Orangensaft und starkem, schwarzen Kaffee, und dabei lese ich Zeitung und höre Musik. Aber ich kann mich auch an ein perfektes Frühstück in Mexiko erinnern, mit Fruchtmilchshake, Oaxacan-Kaffee und Huevos Rancheros, an ein Pfannkuchenfrühstück im „Egg“ in Williamsburg, Brooklyn (New York) und an meine Kindheit, an das typische irische Frühstück auf dem Bauernhof der Familie meiner Mutter, mit Speck, Eiern, Würstchen, Tomate, Kartoffelbrot und Soda Farls.
Oh nein, jetzt werde ich total hungrig! Ich muss mir sofort was zu essen holen!









